Telfes/Neustift
Besuch bei unseren Rodelassen

Zwei Brüder - vier WM-Medaillen: Nico und David Gleirscher
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Sie sind alle beide an der absoluten Weltspitze angekommen. Nico und David Gleirscher gewährten uns bei einem Treffen sportliche und private Einblicke.

TELFES/NEUSTIFT. Wir treffen Stubais Kunstbahnrodel-Aushängeschilder Nico und David Gleirscher in ihrem Elternhaus in Telfes. Nico wohnt offiziell noch hier, verbringt aber auch viel Zeit bei seiner Freundin Carina. Dem 23-Jährigen wurden gerade 1.000 neue Autogrammkarten geliefert. "Sprint-Weltmeister 2021" ist darauf als größter Erfolg angeführt. Der Titelgewinn auf der Bahn in Königssee stellt das bislang bedeutendste Ergebnis in Nico's Karriere dar. Sein Sieg im letzten Weltcuprennen kurz darauf brachte ihm im Gesamtweltcup noch Rang und drei ein - er war damit bester Österreicher.

Zwei Brüder, vier WM-Medaillen

Dann trifft David mit seiner Familie ein. Der 26-Jährige ist schon vor längerer Zeit nach Neustift gezogen und baut dort gerade mit seiner Frau Larissa ein Haus. Auf der Innenseite seines Oberarms hat er die Olympischen Ringe tätowiert. Eine Erinnerung an den fulminanten Olympiasieg und den dritten Platz 2018 in Pyeongchang - jenen Resultaten, die bei ihm den sportlichen Durchbruch markierten. Auch heuer darf David sehr zufrieden sein: Bei der WM Ende Jänner fuhr er Gold im Team-Staffelbewerb sowie je eine Bronzene in Sprint und Herren-Einzel ein. 

Leben im Zeichen des Sports

Es besteht also kein Zweifel: Die beiden Burschen sind nicht nur fixe Größen im starken österreichischen Kunstbahnrodel-Team, sondern mittlerweile an der absoluten Weltspitze angekommen. Da, wo auch Papa Gerhard in den 1990ern schon war. Er hat - wie David - WM-Medaillen "in allen Farben" zuhause hängen. Im Gespräch erinnern sich die drei daran, wie alles begann. Fast zeitgleich um 2005 bzw. 2006 starteten die Brüder durch. Sie berichten von langen Tagen in und an den Eiskanälen und wie sich daheim fast alles nur um den Rodelsport drehte. Mit der Geburt von David's Söhnen Leon in Noah hat sich das inzwischen etwas relativiert.

Höhen und Tiefen in Königssee

Aber natürlich wird bei den Wettbewerben nach wie vor gegenseitig mitgefiebert und -gezittert. So auch in Königssee, einer Bahn, die speziell bei David gemischte Gefühle hervorruft. Einerseits stürzte er dort schon mehrmals und 2017 sogar so schwer, dass seine Mama Sabine bis heute keine Wettkämpfe mehr ansehen kann. Andererseits stand er dort jüngst wieder ganz oben am Podest. Genauso wie Nico, den er - Verbrüderung hin oder her - durchaus auch gerne geschlagen hätte: "Wenn es darauf ankommt, gibt es weder Freund noch Feind. Da schaut jeder auf sich. Man will einfach selbst der Schnellste sein", schmunzeln die sympathischen Rodelstars.

"Mehr geht immer"

Für heuer ist die vor dem Hintergrund von Corona insgesamt sehr anstrengende Saison gelaufen. Nach abschließenden Materialtests bleibt jetzt erst einmal Zeit zum Durchatmen, bevor es bald schon wieder an den Aufbau für den anstehenden Olympiawinter geht. Ziele haben beide noch viele. Weiterhin "megacoole" Resultate bei Großereignissen zu liefern, nennen die Gleirschers ebenso, wie möglichst viel Konstanz in den einzelnen Weltcuprennen zu zeigen. "Wir werden alles geben", versprechen David und Nico. Die Familie und das gesamte Stubaital sollen auch weiterhin Grund zum Jubeln haben! Apropos: Der "große Bahnhof" für die frisch gebackenen Weltmeister musste situationsbedingt bisher ausbleiben, soll aber nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sein. Eine Feier soll demnach noch stattfinden.
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