Neustift
Bald ein Leerstand weniger – bei VS Neder kommen Mietwohnungen

- EGR Sonja Tanzer (Neues Neustift), Vizebgm. Friedl Siller (Zukunft Neustift), GV Christoph Niederegger und Vizebgm. Franz Gleirscher (Junges Neustift) sowie Andrea Pfurtscheller-Fuchs (Für Neustift).
- Foto: Kainz
- hochgeladen von Tamara Kainz
Das Projekt wird auf Druck der vier oppositionellen Listen umgesetzt.
NEUSTIFT. Knapper Wohnraum ist auch in Neustift Thema. Eine brandaktuelle Bedarfserhebung des örtlichen Bauamts unterstreicht das: "Über 100 Neustifter haben sich an der Umfrage beteiligt. Mit dem Ergebnis, dass es in den nächsten ein bis zwei Jahren über 60 leistbare Wohnungen bräuchte", berichtet GV Christoph Niederegger. "Viele der Befragten möchten Eigentum besitzen. Ein nachvollziehbarer Wunsch, den aber längst nicht alle sofort realisieren können", ergänzt GV Andrea Pfurtscheller-Fuchs.
Rund 20 neue Einheiten möglich
Aus diesem Grund und weil alle vier oppositionellen Neustifter Listen dagegen sind, das große Gemeindegrundstück zu veräußern, auf dem sich die ehemalige VS Neder befindet, wird dort jetzt sozialer Wohnbau in Form von reinen Mietwohnungen realisiert. Das Projekt wird gemeinsam mit einem gemeinnützigen Bauträger verwirklicht. Es könnte einer ersten Machbarkeitsstudie zufolge rund 20 Wohneinheiten für Neustifter umfassen. "Der Hauptfokus soll, wie von den Befragten gewünscht, auf 3- und 4-Zimmerwohnungen liegen", hält Vizebgm. Franz Gleirscher dazu fest und freut sich über "eine Bauleiche weniger". "Das oder die Wohngebäude sollen aber nicht höher werden, als das bestehende Haus", beruhigt Vizebgm. Friedl Siller zugleich. "Ein sinnvolles Projekt, das allen Beteiligten nützt", betont EGR Sonja Tanzer, weil die Gemeinde daraus ja auch Einnahmen lukrieren könne.
Umsetzung vielleicht noch in dieser Periode
Den Beschluss für den neuen Wohnbau in Neder haben die elf Mandatare der Fraktionen Junges Neustift (5), Neues Neustift (2), Zukunft Neustift (2) und Für Neustift (2) gemeinsam gegen die Stimmen der Gemeinschaftsliste gefasst. Bgm. Andreas Gleirscher hat mit sechs von 17 Sitzen keine Mehrheit im Dorfparlament. Die Gruppierung des Ortschefs hätte in Neder Wohnbau in Form von Eigentums- oder zumindest Mietwohnungen mit Kaufoption bevorzugt. Dafür wäre der Grund verkauft worden. "Der mehrheitliche politische Wille blieb aber auch nach der Bedarfserhebung ein anderer. Deshalb haben wir die infrage kommenden Bauträger inzwischen eingeladen, Anbote zu legen. Das Interesse ist groß", so Gleirscher.
Ausschreibung läuft
Im besten Fall könnten Neustifter (Familien) also noch in der laufenden Periode in relativ leistbare Mietwohnungen einziehen. Die Vergabe wird nach den Kriterien der Gemeinde erfolgen. Am Rande erwähnt sollen in den nächsten Jahren auch die sogenannten "Egger-Gründe" in Stackler vom Tiroler Bodenfonds für weiteren Wohnbau entwickelt werden. Auf diesen gut 7.000 qm könnten laut den oppositionellen Listenvertretern überwiegend Miet-Kauf- oder Eigentumsvarianten für die einheimische Bevölkerung entstehen.
Zur Sache
Die Opposition hat sich in Sachen Nachnutzung der VS Neder gleich zweimal durchgesetzt. Bereits vor der beschriebenen Verwendung des Leerstandes gab es große Diskussionen um die Neuaufstellung der Kinderbetreuung. Die Gemeinschaftsliste hätte in der ehemaligen VS Neder gerne den Kindergarten untergebracht. Die vier übrigen Fraktionen favorisierten dafür den Standort alte Schule in Neustift-Dorf. Sie wollen dort den neuen Kindergarten und alle zur Kinderbetreuung gehörigen Einrichtungen unter einem Dach wissen – und haben das auch so beschlossen. Die Räumlichkeiten des derzeitigen Kindergartens könnten später für eine Erweiterung des Vinzenzheims herangezogen werden.
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