Stubaier Höhenweg
Neuer Rekord kratzt an 12 Stunden Schallmauer
Rekordjagd am Stubaier Höhenweg: Jetzt markierte der Wahl-Stubaier Philipp Ausserhofer die neue Bestmarke.
TELFES/STUBAI. Im Stubaital gibt es viele gute Bergläufer. Mit Philipp Ausserhofer, der Telfes als seine Wahlheimat auserkoren hat, ist noch einer dazugekommen. Der ursprünglich aus Südtirol stammende Ultra Trail Runner hat den Stubaier Höhenweg in 12 Stunden und vier Minuten abgespult. Er unterbot damit die bisherige Bestzeit seines Landsmannes Daniel Jung um beeindruckende 54 Minuten.
Rekorde halten oft nur kurz
Zum Vergleich: Vor fast genau vier Jahren nahmen die Zorn-Brüder aus Mieders den Berglauf-Klassiker in Angriff. Damals waren sie es, die mit einer Zeit von 16 Stunden und 9 Minuten die FKT – Fastest Known Time – ablieferten. Im Sommer 2020 bewältigten Christian Stern und Alexander Hutter den Stubaier Höhenweg dann schon in 13 Stunden und 39 Minuten! Auch ihr Rekord hielt leider nur kurz.
"Diese Berge sind meine Spielwiese"
Ausserhofer benötigte jetzt also nur gut zwölf Stunden für die rund 80 Kilometer und knapp 6.000 Höhenmeter über acht Hütten von und nach Neustift. Normalsterbliche Bergwanderer beraumen für die gesamte Strecke acht Tagesetappen an. „Schon seit ich Daniel bei seinem Rekordversuch im Juni 2020 als Supporter begleitet habe, hat mich der Stubaier Höhenweg nicht mehr losgelassen. Mittlerweile sind diese Berge meine Spielwiese in meiner Wahlheimat und ich wollte mich an dieser Zeit messen", erklärt der 30-Jährige. Mit seiner neuen Bestmarke stößt Ausserhofer ein neues Zeitfenster auf dem Höhenweg auf, auf dem er übrigens gemeinsam mit dem italienischen Team auch bei der diesjährigen Berglauf- und Trailrunning-WM die Bronzemedaille im Long Distance Bewerb holte.
Ausserhofer: "Es ist noch was drin"
Für den studierten Pharmazeuten Ausserhofer war die Rekordzeit mehr Draufgabe als großes Ziel. „Ein super Tag auf wunderschönen Trails. Technisch wirklich sehr anspruchsvoll, genau nach meinem Geschmack. Mit so einer Zeit habe ich nicht gerechnet. Ich bin sehr zufrieden, wohl wissend, dass ich noch Reserven habe”, so seine erste Reaktion nach der Ankunft in Neustift. Nachsatz: „Wenn so ein Projekt in der Wahlheimat gelingt, ist das schon etwas sehr Besonderes!“ Auf FKT (Fastet Known Time), der Plattform, die im Ultra Trail Running die schnellsten Laufzeiten verifiziert, gilt es nun jedenfalls die Bestzeit von Ausserhofer zu unterbieten. „Welchen Wert diese Zeit hat, wird die Zukunft weisen. Ich weiß, dass auch für mich noch was drinnen ist. Grundsätzlich sind Leistungen immer vergänglich, sie werden immer getoppt. Eine Zeit ist da, um geschlagen zu werden und danach darf man wieder Herausforderer sein. Das bin ich am liebsten.“
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