11.12.2017, 09:18 Uhr

Schutzmauer nach Brand bei Höpperger und Einladung für die Helfer

Baumeister Thomas Thurner (links) und Recycler Harald Höpperger planten gemeinsam die Sicherheitsvorkehrungen. (Foto: Höpperger Umweltschutz)

Kräftig in den Brandschutz investiert hat die Firma Höpperger Umweltschutz am Betriebsgelände in Pfaffenhofen: Neue Schutzmauer, Verdopplung der Löschmittel, Ausbau der Videoüberwachung sowie weitreichende Mitarbeiterschulungen wurden umgesetzt.

PFAFFENHOFEN. Sämtliche Feuerwehren der Region, Rotes Kreuz und Polizei standen am Mittwoch, 14. Juni gegen 22.30 Uhr im Großeinsatz: Am Areal der Tiroler Recycling GmbH & Co KG (TRG, Tochterunternehmen der Firma Höpperger aus Rietz und DAKA aus Schwaz) standen Plastikballen im Vollbrand, meterhoch schossen die Flammen. Die Polizei stellte als Brandursache das Einbringen einer Zündquelle von außen fest.

Ein halbes Jahr später stehen zwei 4 Meter hohe Schutzmauern auf dem Areal: Trotz hinreichend vorhandener Schutzvorkehrungen erhöhte die Firmenleitung in Eigeninitiative die Brandvorsorge. In enger Zusammenarbeit mit der Tiroler Landeskommission für Brandverhütung optimierte Höpperger die vorbeugenden Maßnahmen am Standort Pfaffenhofen. „Die Behörden attestierten uns nach dem Brand im heurigen Sommer zwar ausreichenden Schutz. Dennoch ist uns ein großes Anliegen für noch mehr Sicherheit zu sorgen“, erklärt Geschäftsführer Harald Höpperger.

Ing. Rene Staudacher, stellvertretender Leiter der Brandschutzverhütung Tirol, begrüßt die Vorkehrungen: „Eine engmaschige und transparente Abstimmung der Firma TRG mit dem örtlichen Feuerwehrkommando und unserem Sachverständigen zeigen das innerbetriebliche Verständnis und die Akzeptanz zum Thema Brandschutz“. Zusätzlich lobt der Fachmann die Initiativen: “Die Sicherheitsstandards des Betriebsareals werden dadurch weiter erhöht“.

Schutz für Mitarbeiter und Anrainer

Zwei Betonmauern mit einer Höhe von vier Metern bieten jetzt zusätzlichen Schutz, wie Bmst. Ing. Thomas Thurner von der ausführenden Baufirma in Oetz bestätigt: "Die Mauern verhindern das Einbringen einer Zündquelle von außen und sichern das gepresste Verpackungsmaterial selbst bei stürmischem Wetter." Zusätzlich wurde der Vorrat an Löschmitteln verdoppelt. Mitarbeiterschulungen in Sachen Sicherheit und das Anbringen von weiteren Kameras lassen das Oberländer Entsorgungsunternehmen gut vorbereitet in die Zukunft gehen: „Wir sind in der Vergangenheit, mit Ausnahme des Juni-Ereignisses, weitestgehend von Unglücken verschont geblieben. Damit dies so bleibt, haben wir nun weitreichende Maßnahmen gesetzt“, informiert Harald Höpperger.

Skitag für 325 Einsatzkräfte

Der Großbrand verursachte einen Schaden in der Höhe von 300.000 Euro. „Am Wichtigsten ist, dass keine Personen verletzt wurden. Der Einsatz der heimischen Feuerwehren und des Roten Kreuzes konnte Schlimmeres verhindern“, erklärt der Geschäftsführer. Als Wertschätzung und Dankeschön lädt das Familienunternehmen gemeinsam mit den Hochzeiger Bergbahnen alle beteiligten 300 Florianijünger sowie die 25 Rettungskräfte am 27. Jänner zu einem Skitag ins Pitztal ein. „Wir möchten uns für die geleistete Hilfe herzlich bedanken“, erklärt Höpperger.

Link zum Brand im Juni 2017:
https://www.meinbezirk.at/telfs/lokales/grosseinsa...
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