Ein Lied schreibt Weltgeschichte
Priscilla Presley auf den Spuren von „Stille Nacht“ in Hallein

Prominenter Besuch im Herzen der Stadt: Priscilla Presley im Rathaus Hallein. | Foto: Adi Aschauer
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Ein Besuch mit Symbolkraft: Priscilla Presley reist nach Hallein, um die Ursprünge von „Stille Nacht“ kennenzulernen. Dabei treffen Geschichte, Musik und internationale Kultur aufeinander – und schlagen eine Brücke von Joseph Mohr bis Elvis Presley.

HALLEIN. Im Rahmen ihrer Europa-Reise besuchte Priscilla Presley am 17. März das Stille Nacht Museum in Hallein. Die Ex-Frau und langjährige Wegbegleiterin von Elvis Presley setzte damit einen bewusst gewählten Programmpunkt: Sie wollte die Ursprünge jenes Liedes kennenlernen, das durch Elvis Presleys Interpretation als „Silent Night“ weltweit zusätzliche Bekanntheit erlangte. Bereits einen Tag vor ihrem Auftritt im Stadtkino Hallein am 18. März („An Evening with Priscilla Presley“) begab sie sich auf die Spuren des wohl bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt.

Von der Krise zur Weltkarriere eines Liedes

„Stille Nacht, heilige Nacht“ entstand in einer Zeit großer Not. Der Text wurde 1816 von Joseph Mohr verfasst, einem Jahr, das als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte einging. Die Folgen des Vulkanausbruchs des Mount Tambora führten auch im Salzburger Raum zu Missernten und Hungersnöten. „Der Text ist Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Hoffnung in einer Zeit großer Not“, erklärt der Historiker Benjamin Mühlbachler von der Stadtgemeinde Hallein. „Gerade deshalb konnte das Lied über Generationen hinweg Menschen berühren.“ Die Melodie komponierte Franz Xaver Gruber, und am Heiligen Abend 1818 wurde das Lied erstmals in Oberndorf aufgeführt. Heute ist es in über 300 Sprachen und Dialekten verbreitet.

Benjamin Mühlbachler, Historiker der Stadt Hallein, bei seinen Ausführungen zur Geschichte von „Stille Nacht“. | Foto: Theresa Vogl
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Internationale Anerkennung

Einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Popularität leistete Elvis Presley. Mit seinem Weihnachtsalbum aus dem Jahr 1958, das zu den erfolgreichsten seiner Art zählt, brachte er „Silent Night“ einer neuen Generation näher. „Gerade diese Verbindung von religiöser Tiefe und weltweiter Popularität macht ‚Stille Nacht‘ zu einem einzigartigen Kulturgut“, so Mühlbachler.

Priscilla Presley bei ihrem Besuch im Stille-Nacht-Museum Hallein auf den Spuren der Entstehung des weltbekannten Weihnachtsliedes. | Foto: Adi Aschauer
  • Priscilla Presley bei ihrem Besuch im Stille-Nacht-Museum Hallein auf den Spuren der Entstehung des weltbekannten Weihnachtsliedes.
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Priscilla Presley betonte bei ihrem Besuch die persönliche Bedeutung dieser Musik: „Es ist etwas ganz Besonderes, hier zu sein und die Ursprünge eines Liedes kennenzulernen, das so viele Menschen auf der ganzen Welt berührt. Elvis hatte eine tiefe Verbindung zur Musik – besonders zu spirituellen Liedern wie ‚Silent Night‘.“

Zwei Gitarren – ein symbolisches Treffen

Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Gegenüberstellung zweier historischer Instrumente: die Original-Gitarre von Joseph Mohr, auf der „Stille Nacht“ 1818 erstmals begleitet wurde, und eine Originalgitarre von Elvis Presley. Letztere wurde vom Sammler und langjährigen Freund Priscilla Presleys, Andreas Schröer, nach Hallein gebracht. Elvis hatte sie 1958 in Frankfurt erworben.

Die Mohr-Gitarre selbst blickt auf eine internationale Ausstellungsgeschichte zurück und war unter anderem in den USA zu sehen, wo sie von Millionen Menschen betrachtet wurde.„Hier schließt sich gewissermaßen ein Kreis – von der Entstehung in Salzburg bis zur weltweiten Verbreitung durch Künstler wie Elvis Presley“, sagt Mühlbachler.

Die Original-Gitarre von Joseph Mohr, mit der „Stille Nacht“ 1818 erstmals begleitet wurde. | Foto: Theresa Vogl
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Persönliche Einblicke

Nach dem Museumsbesuch wurde Priscilla Presley im Rathaus empfangen. Bürgermeister Alexander Stangassinger hob die Bedeutung des Besuchs für die Stadt hervor: „Es ist für uns eine große Ehre, Priscilla Presley hier in Hallein willkommen zu heißen. Ihr Besuch unterstreicht die internationale Strahlkraft von ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘.“ Anlässlich ihres Aufenthalts in Hallein verewigt sich Priscilla Presley im Goldenen Buch der Stadt.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurden auch persönliche Aspekte thematisiert. Andreas Schröer gab Einblicke in das Privatleben von Elvis Presley: „Die Weihnachtszeit war ihm heilig. Er verbrachte sie am liebsten im Kreis seiner Familie. Gleichzeitig war er seinen Fans gegenüber immer unglaublich großzügig und herzlich.“ Priscilla ergänzte: „Diese Lieder haben ihn geprägt – und sie haben auch sein Publikum geprägt.“

Stadt, Kultur und regionale Eindrücke

Neben den offiziellen Programmpunkten lernte Priscilla Presley auch Hallein und seine Umgebung kennen. Bei einer Stadtführung besuchte sie die historische Altstadt sowie traditionsreiche Betriebe wie die Konditorei Braun und den Spielwarenhändler Oedl. Weitere Stationen waren die Salzwelten Hallein und der Edelbrandbetrieb Guglhof. Regionale Spezialitäten aus der Tennengauer Küche rundeten das Besuchsprogramm ab. „Es ist eine wunderschöne Stadt mit so viel Geschichte“, sagte Presley. „Man spürt, wie eng hier Kultur und Tradition miteinander verbunden sind.“

Neben offiziellen Terminen besucht Priscilla Presley weitere Stationen in der Region Tennengau. | Foto: Adi Aschauer
  • Neben offiziellen Terminen besucht Priscilla Presley weitere Stationen in der Region Tennengau.
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Der Besuch von Priscilla Presley in Hallein verdeutlicht die außergewöhnliche Geschichte von „Stille Nacht, heilige Nacht“ – von seiner Entstehung in einer Krisenzeit bis hin zu seiner weltweiten Verbreitung. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie ein Lied Menschen über so viele Generationen hinweg verbindet“, sagte Presley abschließend. „Und dass es hier seinen Ursprung hat, macht diesen Ort ganz besonders.“

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