"Er hat mich mit dem Umbringen bedroht"

Eine für die ÖBB tätige Frau aus der Gemeinde Buch wandtet sich kürzlich an die BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion um über einen Fall zu berichten, welcher zahlreiche Fragen aufwirft.

BUCH/JENBACH (fh). Die Frau wurde von einem aus Syrien stammenden Asylwerber mehrfach mit dem Umbringen bedroht und war sogar einem körperlichen Übergriff durch den Mann ausgesetzt. "Begonnen hat das ganze Fiasko bereits Ende Mai als ich auf der Strecke Innsbruck-Telfs gearbeitet habe. Der Mann saß ohne Ticke im Zug und ich habe ihm erklärt, dass das 105,- Euro an Ort und Stelle kostet. Natürlich konnte er nicht bezahlen und ich habe ihm dann, gutmütigerweise, angeboten ein Ticket zu kaufen. Als ich ihm den Preis dafür genannt habe ist er vollkommen ausgeflippt, hat mich mit dem Umbringen bedroht, anschließend durch den Zug verfolgt und mich gegen eine Metallkante geschubst, sodass ich 14 Tage im Krankenstand war", erklärt die ÖBB-Bedienstete.

Als der Mann den Zug verlassen musste konnte die Betroffene ein Foto von ihm machen, welches an die Polizei weitergeleitet wurde. Als die Frau, 14 Tage später, wieder auf derselben Zugstrecke ihren Dienst versah war sie erneut mit dem gewaltbereiten Asylwerber konfrontiert, der sie wiederum massiv bedrohte. Über Umwege kam sie an die Daten des Mannes und machte eine Anzeige bei der Polizei. "Bei der Verhandlung in Innsbruck erfuhr ich, dass der Asylwerber bereits wegen Drogendelikten, Erpressung und Nötigung 10 Monate im Gefängnis verbracht hatte. Was meinen Fall betrifft so wurde er erneut zu 3 Monaten Haft verurteilt und mir wurden 100,- Euro Schmerzensgeld zugesprochen", so die Zugebegleiterin. 

Mann auf freiem Fuß?

Als die ÖBB-Angestellte kürzlich wieder im Dienst war staunte sie nicht schlecht als der Asylwerber, ausgestattet mit einer nagelneuer VVT-Karte (Kosten 490,- Euro - Anm. der Redaktion) und einem IPhone wieder im Zug saß. "Ich muss mich schon fragen wie es sein kann, dass ein gewaltbereiter und verurteilter Mann drei Tage nach der Verhandlung wieder im Zug sitzt nachdem er mich dem Umbringen bedroht und mich angegriffen hat", erklärt die Frau.

Auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion bei Dr. Andreas Stutter vom Landesgericht Innsbruck erklärt selbiger: "Solange das Urteil nicht rechtskräftig ist, muss der besagte Mann sein Haftstrafe auch nicht antreten. Das wird der Grund dafür sein, dass die Zugbegleiterin den Mann kurz darauf wieder im Zug gesehen hat", erklärt der Jurist.

Autor:

Florian Haun aus Tirol

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