Zehn Jahre Mobilitätsauszeichnung
Sternenregen im Bezirk Schwaz

BEZIRK SCHWAZ (red). Die Tirolerinnen und Tiroler äußern einen immer stärkeren Wunsch nach nachhaltiger Mobilität. 

Auch im Bezirk Schwaz liefern viele Gemeinden darauf bereits eine Antwort, wie die Mobilitätsauszeichnung im Tiroler Landhaus zeigte. Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden sieben Schwazer Gemeinden vom Land Tirol und Energie Tirol für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik gewürdigt.

Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe resümierte zum zehnten Geburtstag der Mobilitätssterne: „Es gibt noch viel zu tun, aber das Umdenken in Sachen Mobilität wird mehr und mehr spürbar. Das zeigt sich auch in der Vielfalt der gesetzten Maßnahmen die von der Verbesserung der Radinfrastruktur, dem intensiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs über E-Carsharing-Angebote und Sammeltaxis bis hin zur Elektrifizierung des Gemeindefuhrparks reichen. Ich freue mich, dass die Gemeinden ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und so maßgeblich zu TIROL 2050 energieautonom beitragen.“

Auch Gemeindelandesrat Johannes Tratter ist vom eingeschlagenen Weg überzeugt: „Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 – also innerhalb einer Generation – das Energiesystem auf heimische, erneuerbare Energieträger umzustellen. Auch die Verkehrsplanung und -entwicklung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Das Land Tirol und unsere Tiroler Gemeinden gehen hier als gutes Beispiel voran. Die Mobilitätsauszeichnung ist ein Ansporn, um den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und den Tirolerinnen und Tirolern auch in Zukunft optimale Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu gewährleisten.“

Besonders in Sachen Carsharing und E-Mobilität ist ein Aufwind zu spüren. „E-Antriebe gewinnen in Gemeindefuhrparks mehr und mehr an Bedeutung. Gut so, denn im motorisierten Individualverkehr kennen wir heute keine klimafreundlichere Technologie, um von A nach B zu kommen“, so DI Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol. Aber nicht nur bei der Antriebsart, auch beim Angebot setzen Gemeinden verstärkt an: „Carsharing-Modelle konnte man vor einigen Jahren ebenso an einer Hand abzählen“, ergänzt Oberhuber. „Heute haben wir in ganz Tirol stolze 27 Gemeinden mit E-Carsharing-Angeboten. Ein klares Zeichen, dass wir auf dem richtigen Kurs sind“, so Oberhuber.

Schwaz: Siebenmal Mobilität von Morgen

Unter den insgesamt 46 ausgezeichneten Gemeinden befinden sich auch sieben aus dem Bezirk Schwaz. Stans (**), Neuling im Wettbewerb, steigt mit einem E-Auto am Bauhof und einer vorbildhaften Bike&Ride-Anlage am Bahnhof gleich bei zwei Sternen ein. Kaltenbach (**) punktet mit einer großzügigen E-Bike-Förderung und mehreren Tempoanzeigegeräten. In Uderns (**) bringen eine geschwindigkeitsreduzierende Fahrbahngestaltung, sowie die Teilnahme am Fahrradwettbewerb ebenfalls zwei Sterne. Ramsau (***) verdient sich Punkte mit dem neuen Dörferbus im 30-Minuten-Takt, der in Zusammenarbeit mit Schwendau entstand. Schwendau (***) selbst erreicht ebenso drei Sterne und verfolgt mit der Planung eines E-Carsharings und einer Begegnungszone weitere vielversprechende Projekte. Jenbach (***) kann mit einem attraktiven Fußwegenetz und drei Mitfahrbänken im Ort glänzen.

Allen voran liegt aber die Bezirkshauptstadt Schwaz (****): In ihrer bereits siebten Teilnahme punktet sie als Pilotgemeinde der Mitfahrbörse ummadum und durch die Teilnahme am PRO-BYKE-Projekt. Als eine von neun Tiroler Gemeinden erzielte sie damit wiederholt die bisher höchste erreichte Wertung von vier Sternen.

Ob Kufstein, Virgen, Wörgl, St. Johann, Kirchbichl, Assling, Volders, Serfaus oder Schwaz – es bleibt nur zu erwarten, ob bei der nächsten Auszeichnung eine erste Gemeinde den 5-Sterne-Olymp erklimmt.

Autor:

Florian Haun aus Tirol

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