Tirols Jägerschaft mit Abschusserfüllung 2017 sehr zufrieden

Positive Bilanz: LJM-Stv. Artur Birlmair, Landesjägermeister Anton Larcher und LA Josef Edenhauser.
  • Positive Bilanz: LJM-Stv. Artur Birlmair, Landesjägermeister Anton Larcher und LA Josef Edenhauser.
  • Foto: Erb
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

TIROL. Eine erste Zwischenbilanz der Jagdstatistik für 2017 fällt sehr erfreulich aus. So konnte beim Rotwild bis Ende Dezember eine Quote von über 96 Prozent und beim Rehwild 94 Prozent erreicht werden. Hingegen gilt für das Gamswild weiterhin ein moderater Zugang.  "Die Witterungsverhältnisse im Spätherbst und die zeitigen Schneefälle im Oktober kamen den Jägern dabei zu Gute, da die Tiere früher begonnen haben zu wandern und zudem um diese Zeit weniger Freizeitsportler diese Wanderungen beeinflussten", sagt Larcher. 
2017 wurden in den rund 1.250 Tiroler Revieren 11.117 Stück Rotwild erlegt – davon war der überwiegende Teil (58 %) weibliche Tiere. Beim Rehwild beträgt der Abgang 15.522 Stück, davon ca. 56% weibliche Tiere. Mit diesen Abgangsquoten konnte der seinerzeitigen Kritik des Rechnungshofs entgegengewirkt werden.  Damit verbunden ist die Gewinnung von ca. 900 Tonnen bestem regionalen Wildfleisch, wovon der Großteil dieses hochwertigen Lebensmittels in Tirol verarbeitet und veredelt wird.  „Daher sind wir heuer äußerst zufrieden mit dieser ersten Jahresbilanz. Die Zusammenarbeit zwischen Jagdpächtern, Hegemeistern und Behörden funktioniert reibungslos und ermöglicht eine rasche Umsetzung der Bejagungskonzepte“, berichtet Landesjägermeister Anton Larcher. 

Problem Gamswild

Weniger erfreulich ist jedoch immer noch die Situation beim Gamswild. Larcher: „Bei einem Gesamtabgang von 7.152 Stück Gamswild verzeichnen wir mehr als 8 % Hegeabschüsse – die Erlegung von Tieren in sehr schlechtem gesundheitlichen Zustand.“ Im Vergleich dazu sind im Jahr 2017 nur 1,6 % Hegeabschüsse beim Rotwild und 2,5 % Hegeabschüsse beim Rehwild angefallen. Eine Fülle von Einflussfaktoren (Krankheiten wie Räude, Gamsblindheit, aber auch Klimawandel, Störungen) zeichnen sich für den ungünstigen Erhaltungszustand unseres Gamswildes verantwortlich! Diese Umstände spiegeln sich entsprechend in der Quotenerfüllung von 79 % der Abschussvorgaben.
Um die Entwicklungen beim heimischen Gamswild zu analysieren, wird der Tiroler Jägerverband in Zukunft mehr in Erforschung und Erfassung der Krankheiten beim Gamswild investieren. Entsprechende Konzepte in Kooperation mit AGES, Forschungsinstitut für Wildtierkunde aber auch mit der „Tiroler Landesjagd“ liegen bereits vor“, kündigt der Landesjägermeister, der auch als Österreichischer Gamswildreferent fungiert, an!
Mit Stein- und Muffelwild betrug die Gesamtstrecke in Tirol im Jahr 2017 insgesamt 34.301 Stück Schalenwild. Wenn man im Schnitt mit einem Zeitaufwand von ca. 20 Std. für die Erlegung eines Stück Schalenwild in Ansatz bringt, sind das gesamt ca. 700.000 Stunden. Das entspricht ca. 440 Arbeitsplätzen und dies nur für die Regulierung der Schalenwildbestände in Tirol.
Das Jagdjahr endet offiziell am 31. März. Bis dahin bleibt noch abzuwarten, wieviel Fallwild der Winter fordert bevor die endgültige Bilanz gezogen wird und in weiterer Folge die neuen Abschusspläne für 2018-2019 erstellt werden können.

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