Fest der Obstvielfalt
Das Fest der Obstvielfalt lockte viele Gäste nach Kirchberg am Wagram
- 20. September 2026, 17:56 Uhr
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- am Gruppenbild Fest der Obstvielfalt 2026
Von links nach rechts:
Bgm. Franz Aigner, Ortsvorsteher Alexander Judex, Altbürgermeister Johann Bendikt, Thomas Wolf,
Kristina Benedikt, Jutta Angerer, Christoh Fach Ökokreis, Brigitte Goss MDR, Martin Guldenschuh,
Nadine Witt MDR, Yilmaz Vurucu, Gerlinde Hofbauer, Vize Bgm. Carina Kaserbacher-Würz - Foto: Walter Kellner
- hochgeladen von Walter Kellner
Bereits zum 10. Mal fand beim Alchemistenpark in Kirchberg am Wagram das "Fest der Obstvielfalt" statt. Zahlreiche Gäste auch aus dem Ausland besuchten das Jubiläumsfest.
KIRCHBERG AM WAGRAM - Am 19. September fand in der ersten essbaren Gemeinde wieder das bereits zur Tradition gewordenen "Fest der Obstvielfalt" statt. Zahlreiche Gäste, auch aus dem Ausland nutzten die Gelegenheit um mehr über diese besondere Anlage zu erfahren.
Fachvortrag von Brigitte Goss
Mit Brigitte Goss, bekannt aus den Gartensendungen des MDR und BR,
konnte eine ausgewiesene Fachexpertin für einen spannenden und aktuellen
Fachvortrag gewonnen werden. Neben dem Einblick in die Geschichte des
Kirschenanbaus stellte sie die Gefährdung der historischen Sortenvielfalt
durch die dramatischen Klimaveränderungen in den Mittelpunkt ihres
Vortrags, sowie Bemühungen um den Erhalt dieser wertvollen genetischen
Ressourcen.
Siegfried Tatschl, der Initiator der Veranstaltung stellte die Idee der Essbaren
Gemeinde als Beitrag zur Sortenerhaltung, zur Nahrungsmittelsicherung und
der Schaffung integrativer und einladender öffentlicher Grünräume vor.
„Obstbäume sind ein generationsübergreifendes Projekt“, so Tatschl und
nannte die Generationen von Gärtnern in der Gemeinde, die in den letzten 23
Jahren die Vielfalt gepflanzt haben. Mit Hans Nöbauer, Walter Geyer und
neuerdings Martin Guldenschuh, der Fachkraft für die Essbar Gemeinde, ist
die nötige Expertise für den Erhalt dieser wertvollen Obstsortensammlung
gegeben.
Bürgermeister Franz Aigner betonte die Vorreiterrolle von Kirchberg am
Wagram als Erste Essbare Gemeinde und kündigte an, diesen innovativen
Weg weiterführen zu wollen. Mit der Gestaltung des Grünraums beim neuen
Sicherheitszentrum habe man sich bewusst für Wieseneinsaaten statt
Rasenflächen und die Bepflanzung mit Obstbäumen entschieden.
Fachberatung vorort
Man hatte auch die Gelegenheit seine Apfelsorten durch Bernd Kajtna, Arche Noah bestimmen zu lassen.
Musikalische Umrahmung und leckeres Buffet
Die Eröffnung wurde begleitet von den Rocking Juniors.
Besonders gefragt waren das Buffet der Bäuerinnen der Region,
die Obstverkostung und die Führungen durch das Team der Naturvermittlerinnen und Naturvermittler für Obstvielfalt.
Initiator Siegfried Tatschl in seiner Rede:
„Die Bäume von morgen müssen wir heute pflanzen“ sagt ein weises Sprichwort
In Kirchberg am Wagram haben wir vor 23 Jahren begonnen Obstbäume auf
öffentlichen Flächen auszusetzen. Genau gesagt, der der sie gepflanzt hat war
Hans Nöbauer, der erste Gärtner im Bauhof. Wenn er in den nächsten Jahren
in Pension geht, hinterlässt er Kirchberg einen Wald – einen Obstwald. Ein Teil
dieser Bäume geht jetzt in den Vollertrag über. Das heißt, in den nächsten
Jahren wird es von einzelnen Obstarten größere Ernten geben.
Damit wir diese allerdings tatsächlich einfahren und genießen können braucht
es einen anderen Umgang mit unserer Natur. Die Erhitzung bringt viele Bäume
an ihre Grenzen. Das konnten wir als Gesellschaft heuer deutlich erfahren.
Wie auch immer es weitergeht – wir in Kirchberg pflanzen weiter Obstbäume
–und sehen das als Beitrag zur Zukunftssicherung.
Mit der Essbaren Gemeinde leisten wir diesen auf 3 Ebenen:
- Biologische Vielfalt erhalten und weiterentwickeln: durch den Anbau
seltener oder neuer Obstarten erhalten wir diese.
- Sozialer Austausch und Integration: Wir schaffen mit diesen Parkanlagen
Begegnungsorte, integrative Räume für alle Menschen. Die Früchte
bringen die Menschen zusammen. Wir schaffen Aufenthaltsqualität in
heißen Zeiten
- Regionale Nahrungsmittelversorgung: Die Obstbäume hier sind
Nahversorger in den kommenden Jahrzehnten. Die Qualität der Anlagen
hängt von der Bürgerbeteiligung ab.
Obstbäume sind ein generationsübergreifendes Projekt. Das gilt auch für die
Menschen welche die Bäume pflegen. Es gilt frühzeitig die nächste
Generation ans Werk zu lassen.
Mit Walter Geyer hat vor über einigen Jahren ein weiterer erfahrener Gärtner
im Bauhof begonnen.
Mit Martin Guldenschuh als Fachkraft für die Essbare Gemeinde ist seit
heurigem Frühjahr das Team für die Pflege und Weiterentwicklung der
Essbaren Gemeinde komplettiert.
Anlässlich des 10 Festes der Obstvielfalt möchten wir uns gerne als gesamtes
Team vorstellen:
Pflege: Mag. Manfred Schiedlbauer , Sebastian Pilsbacher
NaturvermittlerInnen für Obstvielfalt: Jutta Angerer, Kristina Bendikt, Nadine
Fiegl, Elisabeth Scheidl, Marianne Wolf, Thomas Wolf
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