Bahnhof Tullnerfeld: Viel Land um Nichts

Bei der Präsentation: Rudolf Friewald, Rene Ziegler, Stefan Groh, Hannah Aufschnaiter, Francoise-Helene Jourda, Petra Hirschler, Anton Kottbauer, Georg Hagl und Leopold Figl.
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  • Bei der Präsentation: Rudolf Friewald, Rene Ziegler, Stefan Groh, Hannah Aufschnaiter, Francoise-Helene Jourda, Petra Hirschler, Anton Kottbauer, Georg Hagl und Leopold Figl.
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REGION TULLNERFELD. „Es bleibt viel Grün über. Das haben wir bedacht und entsprechend Strukturen geschaffen“, sagt Rudolf Friewald, Bürgermeister von Michelhausen.
„Netzwerk Tullnerfeld“, „Viel Land um Nichts“, „Die Bahnhofsstadt“ mit diesen und anderen Titeln lassen sich die insgesamt acht Gruppenarbeiten der Technischen Universität (TU) Wien beschreiben, die fünfzig Studenten im Rahmen ihrer Ausbildung durchgeführt haben. Faschingsdienstag fand die Projekt-Präsentation statt.

Ziel: Denkprozess ankurbeln
Man sei Fragen wie etwa „Wie kann man autofrei zum Bahnhof gelangen?“, „Wie kann das Häuslbauen anders funktionieren?“ auf den Grund gegangen, ebenso wurde das Bevölkerungswachstum beleuchtet, informiert Rene Ziegler vom Departement für Raumplanung an der TU Wien. Das Ziel der Arbeit ist klar: Man will eine weitgreifende Auseinandersetzung anregen, den Denkprozess ankurbeln und auch das Bewusstsein schärfen. „Jeder einzelne Bürger kann Einfluss daruf nehmen, wie das Land hier in Zukunft aussieht“, ist Anton Kottbauer vom Institut Architektur und Design der TU Wien überzeugt.

Tulln ist bedeutender Forschungsstandort
Mit dem Campus und damit der Biotechnologie würde die Bezirkshauptstadt Tulln künftig punkten. „Und dann suchen die Mitarbeiter hier bei uns Grundstücke“, weiß Friewald aus Erfahrung, dem sich auch Judenau-Baumgartens Bürgermeister Georg Hagl anschließt: "Die Anfragen an Grundstücken in der Gemeinde sind hoch. Die Käufer entscheiden sich schnell".
Aber der Bahnhof ist viel mehr: "Er ist die Anbindung an das internationale Schienennetz", stellt Langenrohrs Bürgermeister Leopold Figl klar. „Aber es ist keinesfalls so, dass wir das hier pushen. Es soll maßvoll entwickelt werden – und das Maß wird von uns vorgegeben“, fügt Figl hinzu.

Der Deal mit der Natur
Man hätte der Natur etwas zurückgegeben und jetzt wird wieder ein Stück weggenommen: "Jetzt will sich keiner mehr daran erinnern, dass hier einmal 210 Hektar Industrie waren", wirft Friewald auf die Frage nach den verbleibenden Grünflächen ein. "Früher war hier die Raffinerie, wo heute der Golfplatz thront", fügt er hinzu.

Zur Sache
Wie kann das Tullnerfeld entwickelt werden? Dieser Frage gingen fünfzig Studierende der TU-Departements Architektur und Raumplanung fünf Monate (von Oktober 2013 bis Februar 2014) nach. Das Ergebnis des Projektes wurde dieser Tage präsentiert. Doch jeder kann dies einsehen: Die Ausstellung am Tullnerfelder Bahnhof wird bis April zu sehen sein. Dafür wurden die Visualisierungen an den Scheiben in der Röhre angebracht.

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