Facebookparty eskaliert: Rotes Kreuz übt Großeinsatz

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BEZIRK TULLN (red). Die Bezirksübung des Roten Kreuzes Tulln wurde dieses Jahr in Klosterneuburg durchgeführt. Die Übungsannahme: Eine Facebookparty die außer Kontrolle gerät. Illegale Substanzen, ein Beziehungsstreit, Kinder die ihre Babysitter suchen, Alkohol, eine gespannte Situation. Mehr als 30 Betroffene und Verletzte vor Ort, viele Minderjährig. Ein Großaufgebot des Roten Kreuzes und der Polizei rückt aus. Mehr als 40 Mitarbeiterinnen der psychosozialen Betreuung und Sanitäter waren mit 12 Fahrzeugen im Einsatz.

Das Szenario

Das Übungszenario spielte sich in Klosterneuburg-Weidling ab. Ein lehrstehendes Haus wurde von den Jugendlichen für eine Party genutzt. Die Einladung erfolgte über Facebook. Babysitter brachten ihre Kinder mit. Laute Musik, Alkohol, illegale Substanzen und der Streit um eine Frau verwandelte die Party in eine Schlägerei. Die Mannschaften des Roten Kreuzes Klosterneuburg wurden zu einer Schlägerei mit mehreren Betroffenen alarmiert. Vor Ort eingetroffen wurde schnell klar: eine unübersichtliche Situation, Betroffene und Verletzte im Garten, in unterschiedlichen Räumen auf mehreren Stockwerken.
„Die Lageerkundung war eine Herausforderung – die Sicherheit für die eigenen Mannschaften des Roten Kreuzes klar zu stellen, war nicht sofort möglich“, so Benedikt Faulhammer, der als Übungseinsatzleiter agierte. Die Polizei war schon vor Ort, weitere Kräfte des Roten Kreuzes wurden nachalarmiert. Mannschaften aus Tulln, Atzenbrugg-Heiligeneich, Großweikersdorf, Purkersdorf und Schwechat trafen zeitverzögert ein.

Realistische Bedingungen

Die Darsteller wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr Weidling auf ihre Rollen vorbereitet und dementsprechend realistisch geschminkt. Auch die Jugend des Roten Kreuzes Klosterneuburg stellte sich für diese Aufgabe zur Verfügung. Mehr als 30 Personen waren über das gesamte Grundstück und Haus in der Reichergasse verteilt.
„Die Besonderheit bei dieser Übung war, dass vor allem auch MitarbeiterInnen der Krisenintervention stark gefordert waren. Neben einer Betreuung vor Ort, wurde auch ein Betroffenen Informationszentrum eingerichtet“ so Thomas Wordie der die Übung ausgearbeitet und als Übungsleiter vor Ort war. „Danke an die Polizei Klosterneuburg und die Freiwillige Feuerwehr Weidling und Klosterneuburg Stadt. Nur durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit, war die Umsetzung dieser Großübung überhaupt möglich.“
Alle Verletzten und Betroffenen wurden in Krankenhäuser verbracht und real in das Feuerwehrhaus transportiert. Das Einsatzleiterfahrzeug der Feuererwehr und die Führungsunterstützung des Roten Kreuzes betreuten die Übung. So wurde die Registrierung der Darsteller praktisch möglich und sehr realistisch umgesetzt.

"Rotes Kreuz ist für Großeinsätze vorbereitet"

Die Einsatznachbesprechung fand bei der Feuerwehr Weidling statt. Erkenntnisse der Übung: Die Zusammenarbeit funktioniert großartig, die eigene Sicherheit muss stärker hervorgehoben werden, die Versorgung der Betroffenen und Verletzten wurde innerhalb einer Stunde organisiert. „Das Rote Kreuz im Bezirk Tulln ist für Großeinsätze vorbereitet, dies konnten wir auch im Vorjahr beim Zugsunglück in Kritzendorf eindrucksvoll zeigen“ so Bezirkskommandant Roman Hochgerner. Für das leibliche Wohl sorgte die Feldküche des Roten Kreuzes Klosterneuburg mit Chili con Carne.
Eine tolle und herausfordernde Übung für alle Beteiligten, die den Teilnehmern sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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