Frühjahr 2018 trifft Bezirk Tulln weniger hart

Das außergewöhnliche Frühjahr begünstigt Waldbrände.
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BEZIRK TULLN (bt). Einige niederösterreichische Bezirke haben die Waldbrandverordnung erlassen, andere Gemeinden kämpfen mit Wasserknappheit. Die Bezirksblätter informieren Sie über die aktuelle Situation im Bezirk Tulln.

Verordnung gilt noch nicht

Auch in Tulln wäre die Waldbrandverordnung bereits beinahe in Kraft getreten. "Doch der letzte Niederschlag war so intensiv, wir können ruhig noch ein paar Tage abwarten", klärt Bezirksförster Roland Jagger auf. Dieses Level erreicht die Brandgefahr sonst eher im Juni oder Juli. "Wir haben heuer ein außerordentliches Frühjahr, mit extrem geringen Niederschlägen und sehr sommerlichen Temperaturen", begründet Jagger. So gefährdet wie die Wälder des Waldviertels sind die des Tullner Bezirkes allerdings nicht. "Die Wälder im Bezirk Tulln sind von Laubholz dominiert. Gerade im Frühjahr stehen die Bäume voll im Saft. Selbst wenn irgendwo ein kleinflächiger Brand auftritt, ist die Gefahr relativ gering, dass sich ganze Waldflächen entzünden", schildert der Bezirksförster.
Ist die Waldbrandverordnung einmal erlassen, was in nächster Zeit durchaus erfolgen könnte, bleibt sie im Bezirk wohl bis in den Oktober aufrecht. Für die Bevölkerung heißt es dann: "Im Wald und im Gefährdungsbereich darf kein Feuer entzündet werden."

Wasserverbrauch extrem hoch

Während mancherorts das Wasser auszugehen scheint, litten wir eher unter Unwettern. Um den Grundwasserspiegel steht es im Bezirk Tulln also besser. Engpässe sind Michael Führer von der Gewässeraufsicht bis dato nicht bekannt. "Da das Tullnerfeld einer der größten Trinkwasservorkommen in Niederösterreich aufweist, ist die Versorgungssicherheit grundsätzlich gegeben", so Christian Braun, Amtsleiter in Fels am Wagram. Aber: "Im April wurde so viel Wasser verbraucht, wie noch nie in einem April seit Beginn der Aufzeichnungen der Wasserwerke", spricht Julia Schwanzer für die Stadtgemeinde Tulln.

Wasserdruck kann sinken

„Zur Entnahme von Wasser für Pools besteht entweder die Möglichkeit über die Wasserleitung zu befüllen oder die Befüllung über die Freiwilligen Feuerwehren zu organisieren. So bekommt die Gemeinde die Information, wer wann welche Menge entnimmt. Eine Reihenfolge und Staffelung wird dadurch möglich und eine Befüllung nach Plan ist gewährleistet“, informiert Zeiselmauer-Wolfpassings Bürgermeister Walter Grosser. Wenn viele Gemeindebürger gleichzeitig ihre Schwimmbecken befüllen, kann es "in Teilbereichen des Ortsnetzes zu Wasserdruckminderungen kommen", klärt Wassermeister Martin Söllner vom Wasserverband Wagram, der aus den drei Gemeinden Fels am Wagram, Grafenwörth und Grafenegg besteht, auf. In der Marktgemeinde Zwentendorf werden keinerlei Probleme erwartet, "da rund 90 Prozent der Einfamilienhäuser einen eigenen Brunnen haben und die Befüllung daher in der Regel mit Grundwasser erfolgt", so Denise Sigl.

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