"Kunst ist Lebenselixier"

Die Künstlerin mit einem ihrer Bilder
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TULLN (bri). Elisabeth Arocker-Mettinger ist Künstlerin mit Leib und Seele. Seit Kindertagen gehört die Kunst zu ihrem Leben, weshalb sie eine künstlerische Ausbildung anstrebte. 1977 wurde sie an der Wiener Kunstakademie in der Klasse von Rudolf Hausner aufgenommen, wo Ulrich Gansert ihr Mentor wurde.
Parallel studierte sie noch Kunstgeschichte. Da von Kunst zu Leben ein hart verdientes Brot ist, studierte sie Medizin und wurde schließlich Augenärztin.

Fels in der Brandung

Die Ärztin hat auch nachdem sie einen schweren Schicksalsschlag erlitt, das Lachen nicht verlernt. Sie zieht Kraft und Energie aus ihrem künstlerischen Dasein. "Wenn es für mich die Kunst nicht gäbe, wer weiß, ob ich das alles überlebt hätte", erzählt sie mit Tränen in den Augen. Ihr Mann, ein Kinderarzt, ist seit 40 Jahren ihr Fels in der Brandung. "Er ist wie ein Baum, der zum Anlehnen bereit steht, wenn die Kreativität wieder einmal mit mir durchgeht. Er hätte gerne öfters einen Kuchen, doch in meinem Backofen ist stets Kunst. Wenn ich wieder mal 20 Stunden ohne Unterbrechung an einem meiner Werke gearbeitet habe, holt er mich wieder auf den Boden zurück und erdet mich", lacht die herzliche Künstlerin. 

Malen ist wie Therapie

Ihre Bilder entstehen aus Situationen und ihrer Fantasie heraus. Im ersten Schritt arrangiert sie Pflanzen, die sie in ihrem Garten findet, auf die Leinwände. Nachdem die Idee eines Bildes geboren wurde, was oft mehrere Tage dauern kann, wird zuerst mit der Grundierung der Leinwand begonnen. Danach werden die Pflanzenteile in mehreren Schritten mit einer Mischung aus Holzleim, Wasser, Glaskügelchen und Farbkörper überzogen, zerknüllte Spezialfolie sorgt für kristalline Effekte. Danach wird das Bild mit mehreren Schichten Folie überzogen und mit Büchern beschwert. Für ihre Kunstwerke benötigt sie im Schnitt 50 bis 60 Arbeitsstunden. Erst nach Wochen wird das fast fertige Kunstwerk mit Sprühlack oder Bootslack finalisiert.

Gold sorgt für Harmonie

Bei ihren Werken stehen harmonische Blau- und Grüntöne und vor allem Gold im Fokus. "Gold wird weltweit in allen Kulturen verwendet und erzeugt bei dem Betrachter Harmonie", meint die Ärztin. Jugendstil, Volkskunst sowie Japanismus sind die Haupteinflüsse für ihre Bilder, Keramiken und Handtaschen. Wenn sie eines ihrer Exponate verkauft, behält sie sich nur die Materialkosten ein und spendet den Rest für soziale Projekte wie z.B. "Licht ins Dunkel Tullnerfeld" oder für künstlerische Projekte. "Kunst muss unbedingt gefördert werden", sagt Elisabeth Arocker-Mettinger.

Zur Sache
Die Vernissage zu ihrer großen Ausstellung "Hommage an Klimt" , findet am 4. November um 19 Uhr in der Art Gallery Vienna, 1050 Wien statt. Die Ausstellung ist vom 5. bis 17. November täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

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