Niederösterreichs Gemeinden bis 2020 pestizidfrei


Landesrat Karl Wilfing und Lorenz Pfister
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  • Foto: Garten Tulln
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REGION TULLN / NÖ (pa). Über 14.900 Gärten werden alleine in Niederösterreich nach den "Natur im Garten" Kriterien gepflegt. Auch Niederösterreichs Gemeinden nehmen bei der ökologischen Bewirtschaftung eine Vorreiterrolle bundesweit ein. "229 Gemeinden oder 40 Prozent in Niederösterreich verzichten bei der Pflege der Grünräume und Parks auf Pestizide", so Landesrat Karl Wilfing, verantwortlich für die Aktion „Natur im Garten.“ "Wir wollen Niederösterreich noch lebenswerter machen und haben ein klares Ziel formuliert: Bis 2020 sind Niederösterreichs Grünflächen pestizidfrei", gibt Wilfing die Richtung vor.

Parks müssen giftfrei werden

2017 sind zahlreiche NÖ-Gemeinden bei der Grünraumbewirtschaftung ökologisch geworden: "Ich gratuliere den Kommunen für ihr Engagement und ihre Vorbildwirkung gegenüber der Bevölkerung. Gerade als Vater dreier Töchter bin ich beruhigt, wenn meine Enkel beim Spielen auf öffentlichen Spielplätzen oder in Parks nicht mit Gift in Kontakt kommen. Daher haben wir gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Gemeindebund das Ziel formuliert, dass bis 2020 alle Parks und Grünräume Niederösterreichs giftfrei werden", so Landesrat Karl Wilfing, der die Bedeutung des Taten hervorhebt: "Die Städte und Gemeinden sind ein wichtiger Motor, um die Ökologisierung der Grünflächen noch tiefer in der Bevölkerung zu verankern."

229 oder 40 Prozent der 573 niederösterreichischen Gemeinden verzichten bereits auf den Einsatz von Giftmitteln.

Über „Natur im Garten“

"Natur im Garten", eine Initiative des Landes Niederösterreich tritt seit 18 Jahren für die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen ein. Die Expertinnen und Experten von „Natur im Garten“ stehen den Gemeinden mit persönlicher Beratung vor Ort sowie einem umfassenden Vortragsprogramm beim Umstieg auf eine ökologische Bewirtschaftung zur Seite.

Von Niederösterreich aus wurde die Idee bis weit über die Grenzen hinausgetragen: Mittlerweilen zieren in Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Südtirol und Österreich - Oberösterreich, Burgenland, Vorarlberg und Tirol - knapp 20.000 Plaketten mit dem Igel die Zäune von privaten Gartenfreudinnen und Gartenfreunden, welche ihre Gärten streng nach den „Natur im Garten“ Kriterien ohne Pestizide, chemisch-synthetische Düngemittel und Torf.

Zugleich wird großer Wert auf biologische Vielfalt und Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen gelegt. Das "Natur im Garten" Telefon beantwortete bislang über 540.000 Anfragen von Garteninteressierten zu allen Themen rund ums ökologische "Garteln".

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