'Vife' Ziegen wollen gewinnen

Franz und Maria Wohlmertsberger im Stall bei ihren Ziegen.
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Innovationspreis "Vifzack": Ehemalige Lastwagenfahrerin begründet Biohof mit 150 Ziegen.
OBERBIERBAUM. Wenn man wo mitspielt, dann will man auch gewinnen – ganz so ist es bei Maria Wohlmertsberger vom gleichnamigen Biohof aber nicht. Ihr ist es viel wichtiger, dass es ihren Ziegen gut geht. Und vor allem den Menschen, denn die Milch ist bekanntlich besonders gesund. Aber sie freut sich auch, dass sie den Hof der Schwiegereltern rekultiviert hat. Im Rahmen des Projektes "Vifzack" sind die bäuerlichen Betriebe von Niederösterreich aufgefordert, sich zu bewerben. Das tat auch der Biohof. Bei der exklusiven Begehung der Jury waren auch die Bezirksblätter mit dabei.
Wo früher Schweinemast betrieben wurde, setzt die Landwirtin jetzt auf Ziegen, produziert Milch und Frischkäse, der in den regionalen Buschenschänken Anklang findet. Dass die ehemalige Lastkraftwagenfahrerin umgesattelt hat, hat einen triftigen Grund: "Mein Sohn hat Neurodermitis, also habe ich zwei Ziegen für die Milchproduktion angeschafft", erzählt die sechsfache Mutter. Sukzessive wurden weitere Ziegen zugekauft, der Betrieb ausgebaut. Schlussendlich hat Gatte Franz seinen Job an den Nagel gehängt und ist jetzt Vollerwerbsbauer.

Jetzt wird überprüft

Eine Stunde lang wird gemolken und dann fließt die frische Heumilch. Jährlich werden hier 85.000 Liter Milch produziert, 60.000 davon werden nach Oberösterreich geliefert. Und das ist noch nicht alles: Der Betrieb hat eine Heurundballentrocknungsanlage mit Warmlufttrocknung aus dem Hackschnitzelofen errichtet. Und genau das beschreibt auch die Innovation, ebenso wie der Aufbau der Direktvermarktung. Begeistert von der Firmenführung zeigten sich auch Otto Auer, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer, Bezirksbauernkammerobmann Hermann Dam, Bezirksbäuerin Eva Hagl-Lechner sowie Kammerrat Franz Geyer und last, but not least Kammersekretär Josef Meyer. Mit der Bewerbung beim Innovationspreis ist der Biohof Wohlmertsberger einer von 72 Betrieben. Die Jury tourt derzeit durch die Betriebe, um sie unter die Lupe zu nehmen. Wer gewinnt, wird sich weisen. Fest steht jedoch schon jetzt, dass die Gewinner auf der Wieselburger Messe prämiert werden.

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