Mister*Lady schlittert in die Pleite

Von der Insolvenz sind 167 Dienstnehmer und 78 Gläubiger betroffen.
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LANGENROHR / NÖ (pa). Gestern, 16. Mai 2019, musste die Modekette mister*lady mit ihren 35 Filialen Insolvenz anmelden. Das Sanierungsverfahren am Handelsgericht Wien wurde noch am Nachmittag eröffnet, berichtet Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform.
Das Unternehmen soll fortgeführt und saniert werden, bis zu 63 Dienstnehmer sollen abgebaut werden. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten. „Die Schließung einzelner defizitärer Filialen ist unausweichlich. In den zu schließenden Standorten soll bis Juli ein Abverkauf stattfinden. Welche der 35 Filialen konkret betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt.“, sagt Stephan Mazal von Creditreform.

Starke Konkurrenz

Die Insolvenz wurde durch sinkende Margen im Textilhandel und die starke Konkurrenz im Online-Handel verursacht. Passiva von EUR 3,6 Mio stehen Aktiva von EUR 2,14 Mio gegenüber. Von der Insolvenz sind 167 Dienstnehmer und 78 Gläubiger betroffen.
Das insolvente österreichische Tochterunternehmen einer deutschen Textilkette wurde 2000 gegründet. Von einem Westernstore mit amerikanischer Mode in Düsseldorf wuchs der Konzern seit den 70er Jahren auf 330 Filialen mit 1550 Mitarbeitern.
Gläubiger können ihre Forderungen bis 26. Juni 2019 anmelden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan ist für 14. August 2019 geplant.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Christoph Stapf bestellt.

In Niederösterreich sind insgesamt fünf Filialen betroffen:
Neben mister*lady im FMZ Tulln/Langenrohr gibt es weitere Filialen in
Amstetten: City Center Amstetten
Gerasdorf: G3 Shopping Resort
Hainburg: Galleria Danubia
Wiener Neustadt: Merkur City

Von der Insolvenz sind 167 Dienstnehmer und 78 Gläubiger betroffen.
Bis zu 63 Mitarbeiter sollen abgebaut werden.

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