27.10.2016, 07:42 Uhr

So klingt Musik des 21. Jahrhunderts

Hannah Wieser (Foto: Musikschulmanagement)

Young Composers in concert: Niederösterreichische Nachwuchskomponisten brachten am Samstag das Atrium Tulln zum Beben

TULLN (red). Es war ein Klangerlebnis der ganz besonderen Art: 19 junge SolistInnen und Ensembles präsentierten am Samstag, 22. Oktober 2016, beim Konzert der niederösterreichischen NachwuchskomponistInnen im Atrium Tulln vor 200 begeisterten BesucherInnen ihre Werke. Auf dem Programm standen ausschließlich Eigenkompositionen der PreisträgerInnen des niederösterreichischen Kompositionswettbewerbs „#Young Composers in Concert – Musik erfinden an NÖ Musikschulen“ 2016. Die jungen MusikerInnen hatten dabei in entspannter Konzertstimmung die Möglichkeit, ihre - großteils selbst vorgetragenen - Arbeiten öffentlich zu präsentieren und das Publikum an ihrer Kreativität teilhaben zu lassen. Als Sonderpreis dürfen sich die WettbewerbssiegerInnen über eine CD-Aufnahme des Konzerts freuen.

Kreationen quer durch Stilrichtungen

Der Wettbewerb wird seit 2014 vom Musikschulmanagement Niederösterreich, musik aktuell – neue musik in niederösterreich, der Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen und dem Österreichischen Musikrat ausgeschrieben. Beim Konzert zu hören waren musikalische Kreationen quer durch alle Stilrichtungen, von Klassik bis Popularmusik.
Unter den NachwuchskomponistInnen waren auch Hannah und Benedikt Wieser aus der Musikschule der Region Wagram. Beide werden von Lydia Petzold unterrichtet. Die elfjährige Hannah, die seit zwei Jahren komponiert, präsentierte auf dem Klavier ihr erstes Gesamtkunstwerk: Sie vertonte die Halloween-Nacht zu einer Klanggeschichte - drei Freundinnen, die sich treffen, sich verkleiden, von Haus zu Haus ziehen und dabei immer wieder Süßes oder Saures bekommen. Komponieren bedeutet für Hannah „meine Gefühle und Stimmungen mit Musik auszudrücken“. Der erst neunjährige Benedikt widmete sein Klavierstück „Belüröl á la Kurtág“ dem zeitgenössischen ungarischen Komponisten und Pianisten György Kurtág. Er genießt beim Komponieren vor allem das Experimentieren mit Klängen und Rhythmen.

Herausragende Darbietung

Den Schlussakzent setzte die Band „monkeywrench“ mit einer herausragenden musikalischen Darbietung von drei ihrer Eigenkompositionen. Die Bandmitglieder Pascal Maschl, Laurenz Hacker und Jonathan Brunner aus der Musikschule Traismauer werden schon von 10. bis 12. November 2016 wieder öffentlich zu hören sein, wenn sie beim Bundeswettbewerb podium.jazz.pop.rock... im Festspielhaus und frei:raum St. Pölten mit zehn weiteren niederösterreichischen Ensembles und Singer/Songwritern um die drei Hauptpreise musizieren.
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