07.09.2017, 12:22 Uhr

ÖAMTC: Heißer Sommer geht zu Ende

Einsatzreicher Sommer neigt sich num dem Ende. (Foto: ÖAMTC)

In Niederösterreich wurden 40.900 mobile Nothilfeleistungen geleistet

BEZIRK TULLN / NÖ (pa). Der Sommer 2017 war einer der wärmsten seit Beginn der Messungen. Hitzewellen, Sturm, Unwetter mit Starkregen und Hagel – alles war dabei und hielt die Einsatzkräfte auf Trab. So auch die ÖAMTC-Pannenhilfe, die von 1. Juni bis 31. August 2017 zu rund 32.300 Pannenhilfen und 8.600 Abschleppungen allein in Niederösterreich ausrücken musste. "Im Schnitt hatten wir damit über 450 mobile Nothilfeleistungen pro Tag auf den niederösterreichischen Straßen", berichtet Johannes Reisinger, ÖAMTC-Stützpunktleiter der Dienststellen Tulln, St. Pölten und Lilienfeld. Damit wurden zwar etwa so viele Pannenhilfen geleistet wie im Sommer des Vorjahres, allerdings gab es an einzelnen Tagen aufgrund der Hitze überdurchschnittlich viele mobile Nothilfeleistungen, zu denen die Gelben Engel ausrücken mussten. "Einsatzstärkster Tag war der 7. August, der einer der heißesten Tage war. An diesem Tag wurden österreichweit 2.300 Pannenhilfe-Leistungen bewältigt."

Batterien häufigster Einsatzgrund

"Meist werden die ÖAMTC-Pannenfahrer zu Routine-Einsätzen gerufen: Starthilfe geben, Batterien auswechseln, kollabierende Kühlsysteme, irrtümlich verschlossene Autos öffnen und Kinder retten, falsche Tankfüllungen absaugen etc", berichtet Johannes Reisinger. Ungefähr jeder dritte Einsatz hatte mit Batterieproblemen zu tun. Reisinger erklärt: "Es hält sich ja nach wie vor der Irrglaube, Batterien würden nur im Winter leiden. Dabei belasten längere Perioden mit Temperaturen über 30 Grad die Batterie ebenso stark wie große Kälte."
In der Reisezeit kommt es auch vermehrt zu Hilferufen auf den Transitstrecken – besonders an den Wochenenden. So kollabierten beispielsweise auf den Autobahnen zahlreiche Fahrzeuge im Stop-and-Go Verkehr. Viele Menschen ließen auch im Stau die Klimaanlage durchgehend laufen, das Licht brennen und das Radio spielen. "Für ältere Batterien ist das häufig zu viel", erklärt der ÖAMTC-Stützpunktleiter.

Pannenhilfe-Einsatzzahlen je Einsatzgebiet (1. 6. bis 31. 8. 2017)*
Tulln: Juni: 280, Juli: 340, August: 350, Gesamt: 970
St. Pölten: Juni: 900, Juli: 940, August: 980, Gesamt: 2.820
Lilienfeld: Juni: 150, Juli: 140, August: 170, Gesamt: 2.820
*exklusive Abschleppungen

Österreichweit wurden von 1. Juni bis 31. August 2017 175.900 Pannenhilfen geleistet. Der ÖAMTC-Abschleppdienst rückte 67.400 Mal aus. Er kommt dann zum Einsatz, wenn das Fahrzeug aufgrund eines größeren, technischen Gebrechens (zum Beispiel Motorschaden) oder nach einem Unfall nicht wieder flott gemacht werden kann. Die meisten Einsätze wurden in Wien geleistet, gefolgt von Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Tirol. Dahinter reihen sich Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und Burgenland.

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