14.05.2018, 11:01 Uhr

Agrana pumpt 170 Millionen Euro in den Produktionsausbau

"Der Betrag fließt vor allem in die beiden Segmente Frucht und Stärke“, kündigt Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart an. (Foto: Agrana)
TULLN (red). Rund 170 Millionen Euro wird der Nahrungsmittelkonzern Agrana im Geschäftsjahr 2018/19 in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten im In- und Ausland investieren, berichtet der NÖ Wirtschaftspressedienst. „Der Betrag fließt vor allem in die beiden Segmente Frucht und Stärke“, kündigt Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart an. Das veranschlagte Investitionsvolumen liege deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von 98 Millionen Euro.

Zweite Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf

Ein Großprojekt in Österreich ist der Bau der zweiten Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf/Donau, dessen Spatenstich vor kurzem erfolgt ist. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bio-Ethanol-Werk und zur Weizenstärkeanlage I entsteht um 102 Millionen Euro eine weitere Produktionsstätte, die die Kapazität zur Weizenstärkeherstellung verdoppeln wird. „Die Weizenstärkeanlage II ist der Prototyp einer Bioraffinerie“, erklärt Marihart. Das Werk, das die Marktposition der Agrana im Segment Stärke nachhaltig festigen wird, geht Ende 2019 in Betrieb und schafft in Pischelsdorf 45 neue Arbeitsplätze.

Ausbau in China und Indien

Im Segment Frucht ist die Agrana im laufenden Geschäftsjahr insbesondere im asiatischen Raum aktiv. So errichtet der Konzern in der chinesischen Großstadt Changzhou, 150 Kilometer nordwestlich von Shanghai, ein neues Fruchtzubereitungswerk. „Wir betreiben ja in China bereits einen derartige Anlage bei Peking, aber dort waren die Voraussetzungen für eine Erweiterung des Standorts ungünstig“, erläutert Marihart. Darüber hinaus startet die Agrana in Indien, im Bundesstaat Marahashtra, ein Fruchtverarbeitungswerk. Mit ihrer Lage befindet sich die Produktionsstätte dort in unmittelbarer Nähe wichtiger Rohstoffe, wie Mangos, Erdbeeren, Granatäpfeln und Guaven.

Zur Sache

Die Agrana, die landwirtschaftliche Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und industriellen Vorprodukten veredelt, betreibt in Europa und Übersee 58 Produktionsstandorte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 hat der Konzern Umsatzerlöse von fast 2,57 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis (EBIT) von rund 191 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz ist leicht um 0,2 Prozent, das EBIT deutlich um 10,6 Prozent gestiegen. Die Agrana beschäftigt im In- und Ausland knapp 8.700 Mitarbeiter.

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