Zuwachs im Mühlenmuseum

Für Otto Milfait sind Flohmärkte Fundgruben für seine alten Werkzeuge und Maschinen.
  • Für Otto Milfait sind Flohmärkte Fundgruben für seine alten Werkzeuge und Maschinen.
  • Foto: Wilhelm Mayrhofer
  • hochgeladen von Ruth Dunzendorfer

REICHENTHAL/GALLNEUKIRCHEN (mawi). Heimatforscher und Schriftsteller Otto Milfait aus Gallneukirchen hat dem Freilichtmuseum im Mühlendorf Hayrl seine hunderte Gegenstände umfassende Sammlung mit alten Geräten, Werkzeugen, Apparaten, Maschinen und Gefäßen aus vergangenen Zeiten als Leihgabe zur Verfügung gestellt. In der Kettenbach-Halle hat die Schätzesammlung Milfaits, die bisher in seiner Garage untergebracht war, eine repräsentative Heimat gefunden.
Fein säuberlich geordnet finden sich alte Gegenstände wie Kaffeemühlen, Küchengeschirr, Backformen, Schleifgeräte, Zangen, Haarbrennscheren, Bügeleisen, Nähmaschinen, Waagen und Lampen. Kurz gesagt all das, was man in vergangenen Zeiten im Haushalt gebraucht hat.

Schriftsteller der Heimat
Milfait, Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege und ehemaliger Zollwachebeamter, ist für etliche heimatgeschichtliche Publikationen über die Erforschung der Schalensteine im Mühlviertel und Südböhmen bekannt. Diesem Thema sind die Bände „Vergessene Zeugen der Vorzeit – Seltsame Steine aus dem Unteren Mühlviertel“ und “Heilige Steine im Böhmerwald“ gewidmet. Die Reihe „Das Mühlviertel – Sprache, Brauch und Spruch“ umfasst mittlerweile fünf Bände.
Im Sachbuch „Verehrung von Quelle und Baum im Mühlviertel“ geht Milfait weit in die Vorzeit zurück. In „Das Mühlviertel um 1900“ präsentiert Milfait, der auch die Mühlen im Tal der Großen Gusen dokumentiert hat, in einem Bildband anhand von zufällig von ihm entdeckten Farbdiapositiven. Im Band „Von Menschen und Grenzen“, in dem der Autor seine Erlebnisse als Zollwachebeamter im oberen Mühlviertel schildert, kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Mühlenmuseum Reichenthal
Milfaits Funde sind im Mühlenmuseum, unterhalb des Schlosses Waldenfels, ausgestellt. Das Museum bietet auch einen Überblick über die Mühlengeschichte sowie die Flachs- und Leinenwirtschaft. Führungen sind nach Voranmeldung unter 07214/4180 oder muehlenverein@reichenthal.at möglich.

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