Sie liest beim Krimifest Kärnten in Villach
"Am Ende meiner Texte war immer einer tot"
- Isabella Archans Krimis spielen am Gardasee.
- Foto: C. Assaf
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Isabella Archan ist eine der vielen Autorinnen und Autoren, die heuer beim Krimifest Kärnten lesen.
VILLACH. Von 7. bis 25. Oktober geht, auch in der Region Villach, einmal mehr das beliebte Krimifest Kärnten über die Bühne. Unter anderem zu Gast ist Isabella Archan. Sie liest am 15. Oktober im Gasthaus Wiegele aus ihrem Buch "Die geheime Grotte von Garda".
MeinBezirk.at: Frau Archan, was erwartet die Besucher bei Ihrer Lesung?
Isabella Archan: Oh, viel mehr als nur eine Lesung. Da ich eben auch Schauspielerin bin, wird es eine "MordsTheaterLesung". Das heißt Theater wechselt sich mit Lesen ab. Dazu erzähle ich aus dem Leben einer Krimiautorin. Alles mit viel Humor zur Spannung.
Sie sind, wie schon erwähnt, beruflich auch als Schauspielerin tätig – fliest diese Ausbildung ebenso in Ihre Lesungen mit ein?
Inzwischen bin ich sogar viel mehr Autorin als Schauspielerin, weil das Schreiben einfach so klasse ist (lacht). Aber ja, mit großer Freude sogar füge ich das Spielen hinzu. Bei den Auftritten zu den Krimis gibt es eine perfekte Schnittmenge zwischen Schauspiel und Literatur. Diese Verbindung liebe ich.
Was macht für Sie eine gute Krimilesung aus? Gerade bei einem Publikum, das vielleicht noch keines Ihrer Bücher kennt?
Es ist super, dass ich mich jetzt auch in Kärnten vorstellen kann. Interesse auf den Krimi wecken, das sollte eine Lesung unbedingt. Einblick in die Arbeit einer Autorin geben und vor allem unterhalten – das ist mir besonders wichtig. Ich freue mich sehr auf das Krimifest Kärnten, und dass ich mit dabei sein darf.
Was verbinden Sie persönlich mit Kärnten bzw. Villach?
Meine Stiefmutter stammt aus Kärnten, sogar deren gesamte Familie. Und als ich noch um einiges jünger war, bin ich öfter zum Villacher Fasching mitgenommen worden. Richtig tolle Erinnerungen. Auch im Sommer an Ferien am Wörthersee.
Was fasziniert Sie am Krimigenre und warum schreiben Sie ausgerechnet Krimis?
Mit dem Schreiben habe ich ja viel später als mit dem Theater begonnen. Erst waren es Kurzgeschichten, an deren Ende immer einer tot war. Da wusste ich, mich fasziniert der Krimi. Das Geheimnisvolle, das Rätseltraten, wer die Täterfigur sein könnte, das fasziniert mich. Und dazu eine Ermittlerin, die nicht locker lässt.
Wie ist Ihre Protagonistin, Edwina Teufel, Chefinspektorin aus Wien, entstanden und wieso der Gardasee als Schauplatz?
Meine Ermittlerin ist quasi unterwegs entstanden: im Kaffeehaus, im Zug und so weiter. Ich bin ich immer sehr aufmerksam, was meine Umgebung betrifft. Ich beobachte, ich höre zu, ich entdecke wunderbare Charaktere. All die Eindrücke sammle ich. Und dann hat sich Edwina Teufel in meinem Kopf gemeldet und schon ging es los. Den Gardasee mag ich besonders. Ich bin in Graz geboren und aufgewachsen, aber meine Familie und ich waren früher sehr oft in Italien. Dabei immer wieder auch am Lago. Die Begeisterung für diese Location ist bis heute geblieben und findet ihren Platz daher in meinen Büchern.
Was macht für Sie eine gute Ermittlerfigur aus?
Einen ganz speziellen Charakter sollte sie haben. Dazu auch unbequem sein und mit überraschenden Handlungen und Ermittlungsmethoden punkten. Als Persönlichkeit sollte sie empathisch und energisch zugleich sein. Immer gerne mit ungelösten Geschichten aus der eigenen Vergangenheit.
Frau Archan, was muss ein guter Krimi für Sie denn unbedingt haben: Spannung, überraschende Wendungen, Humor oder sind es starke Figuren?
Ja! All das als Gesamtpaket. Dazu eine persönliche Handschrift der Autorin. Es ist schön, zwischen den Zeilen auch immer gerne die Leidenschaft fürs Schreiben spürbar machen.
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