Bürgermeisterwechsel in Treffen
Andreas Fillei übernimmt die Verantwortung
- Von links: Bezirkshauptmann Villach-Land Bernd Riepan, LR.in Beate Prettner, der neue Bgm. Andreas Fillei, Vorgänger Klaus Glanznig, GV.in Gerda Burian und Vizebgm. Christof Seymann
- Foto: SPÖ Kärnten
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In der Marktgemeinde Treffen beginnt ein neues Kapitel: Andreas Fillei trat mit 12. Mai die Nachfolge als Bürgermeister von Treffen an.
TREFFEN. Mit 12. Mai übernahm Andreas Fillei das Amt des Bürgermeisters. Die SPÖ Kärnten gratuliert dem neuen Gemeindeoberhaupt zur Angelobung und bedankt sich gleichzeitig bei Klaus Glanznig, der sich nach insgesamt 41 Jahren im Dienst der Gemeinde aus der Politik zurückzieht.
Verbindende Gemeindepolitik
Fillei gehört seit 2015 dem Gemeinderat von Treffen an und war zuletzt Vizebürgermeister. Sein beruflicher Weg führte ihn vom Handel über leitende Funktionen im Jugend- und Familiengästehaus bis in die Immobilienentwicklung. Er initiierte im Handel die Gründung eines Betriebsrates – nicht aus einer Position der Schwäche heraus, sondern als erfolgreicher Filialleiter mit Perspektive auf eine Managementlaufbahn. Die Erfahrungen aus dieser Zeit veränderten seinen Blick auf Verantwortung, Zusammenhalt und Mitbestimmung nachhaltig und wurden prägend für seinen politischen Zugang. Beruflich übernahm er als Immobilienentwickler 2020 die „Ideal Wohnbau GmbH“ seines Vaters und setzt seither verstärkt Schwerpunkte auf nachhaltige Entwicklung, Energieeffizienz und zukunftsorientierten Wohnbau. Politisch steht Fillei für eine bürgernahe und verbindende Gemeindepolitik mit Schwerpunkten in Infrastruktur, Umwelt, Energie und nachhaltiger Entwicklung.
"Gemeinde sind wir alle"
Der neue Bürgermeister selbst bedankt sich für das Vertrauen: „Mein Weg in die Politik begann nicht in einem Parteibüro, sondern mitten im Arbeitsleben. Die Gründung eines Betriebsrates hat mein Weltbild und meinen Zugang zu Verantwortung grundlegend verändert. Ich habe damals erlebt, wie wichtig Zusammenhalt, Mitbestimmung und gegenseitiger Respekt sind – aber auch, wie schnell Menschen übersehen werden können, wenn niemand bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Genau deshalb verstehe ich Gemeindepolitik nicht als etwas, das nur im Gemeindeamt oder im Gemeinderat passiert. Gemeinde entsteht dort, wo Menschen aufeinander schauen, miteinander reden und bereit sind, gemeinsam an ihrer Zukunft mitzuwirken. Denn Gemeinde sind wir alle.“
Verantwortung und Zusammenhalt
Landesrätin Beate Prettner sieht in Andreas Fillei einen Bürgermeister, der die Gemeinde mit Verantwortung und Zusammenhalt führen werde: „Treffen ist eine Gemeinde mit starkem Zusammenhalt, mit engagierten Vereinen, mit wirtschaftlicher Kraft, aber auch mit Herausforderungen, die Mut, Weitblick und Dialogbereitschaft erfordern. Ich bin überzeugt, dass Andreas Fillei ein Bürgermeister sein wird, der verbindet, Orientierung gibt und der auch in herausfordernden Zeiten Zuversicht ausstrahlt. Ich wünsche eine glückliche Hand, verlässliche Partnerinnen und Partner im Gemeinderat, eine gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde und vor allem das Vertrauen der Bevölkerung“, betont Prettner.
Kein Job, sondern Herzblut
Mit dem Wechsel endet gleichzeitig eine außergewöhnlich lange kommunalpolitische Laufbahn. Klaus Glanznig prägte die Gemeinde über Jahrzehnte hinweg – durch große Infrastrukturprojekte ebenso wie durch seinen Einsatz in Krisenzeiten, etwa nach den schweren Unwettern oder während der Pandemie. Rund 41 Millionen Euro an Investitionen wurden während seiner Amtszeit umgesetzt. Landesrätin Beate Prettner würdigt Glanznigs jahrzehntelangen Einsatz mit persönlichen Worten: „Klaus Glanznig hat besonders in herausfordernden Momenten gezeigt, was gute Gemeindeführung ausmacht: Nähe zu den Menschen, Handschlagqualität und der Wille, gemeinsam Lösungen zu finden. Er war ein Bürgermeister, der nicht verwaltet, sondern gestaltet hat. Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt, lieber Klaus“, sagt Landesrätin Beate Prettner. Auch Glanznig selbst blickt dankbar auf seine Zeit im Amt zurück: „Für mich war das nie ein Job, sondern immer Herzblut.“
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