Neue Gastgeber auf der Gerlitzen
Drei Hütten, drei neue Wirte
- Familie Biber, bekannt durch Le Burger, übernimmt ab sofort das Gipfelhaus auf der Gerlitzen.
- Foto: Gerlitzen Alpe
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Neue Gastgeber, neue Ideen und doch viel Bewährtes: Auf der Gerlitzen übernehmen drei Hütten mit der Pöllingerhütte, der Turnerhütte und dem Gipfelhaus neue Betreiber. Was die neuen Wirte vorhaben und wann sie starten.
VILLACH. Auf der Gerlitzen weht ein neuer Wind: Gleich drei beliebte Hütten bekommen neue Betreiber. Bei der Pöllingerhütte übernimmt ein erfahrenes Wirtepaar, auf der Turnerhütte wagt ein langjähriger Hüttenkoch den Schritt in die Selbstständigkeit und am Gipfelhaus setzt die Familie Biber auf ein neues gastronomisches Konzept.
- Am Foto: Familie Peternell (Scheidende Wirtsleute der Pöllingerhütte), der neue Pächter Rene Koch und der neue Pächte der Turnerhütte Stephan Winnicki (kniend)
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Pöllingerhütte
Die Pöllingerhütte wird künftig von René Koch und Nicole Bundi geführt. Koch ist seit 1997 in der Gastronomie tätig und betreibt seit 2002 das Café Draurast in Villach. Dazu kommen Erfahrungen aus der Saison- und Berggastronomie. Als Wirtepaar wollen die beiden den Charakter der Pöllingerhütte bewahren. „Die Pöllinger Hütte hat einen starken Namen, viele Stammgäste und eine gewachsene Geschichte. Unser Ziel ist nicht, alles neu zu machen. Wir wollen das Gute erhalten und gleichzeitig dort neue Akzente setzen, wo es für die Gäste und den Betrieb Sinn macht“, sagt René Koch.
Klassische Berghütte
Auch kulinarisch soll die Hütte eine klassische Berghütte bleiben. Regionale Produkte, eine verlässliche Küche und persönliche Gastlichkeit stehen im Mittelpunkt. Welche konkreten Gerichte künftig auf der Karte stehen, wollen die beiden vorerst noch nicht verraten. Der Start unter neuer Führung ist für das erste Dezemberwochenende geplant – und damit rechtzeitig zum Beginn der Wintersaison.
Turnerhütte
Für Stephan Winnicki geht es auf der Gerlitzen vom Koch zum Chef. Der gelernte Fleischer arbeitete zunächst in verschiedenen Fleischereibetrieben, bevor es ihn in die Gastronomie und in die Saisonarbeit zog. Eigentlich wollte er unbedingt im Service arbeiten – sein damaliger Chef sah ihn allerdings in der Küche. Seit vier Jahren kocht Winnicki auf der Pöllingerhütte.
Neues Konzept
Nun folgt der nächste Schritt: Er übernimmt als Pächter die Turnerhütte. „Selbstständig wollte ich immer schon werden“, erzählt Winnicki. Die Turnerhütte sei dafür eine passende Gelegenheit. Sie ist kleiner als die Pöllingerhütte und liegt mitten im Wald. Genau darin sieht der neue Pächter auch eine Chance, sein eigenes Konzept umzusetzen. Qualität, Bodenständigkeit und Regionalität sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Auch seine persönliche Verbindung zur Natur spielt eine Rolle: Winnicki ist Jäger und möchte diese Nähe zur Region auch in sein gastronomisches Angebot einfließen lassen.
Motivation ist groß
Dass sein Weg einmal auf diese Weise zur eigenen Hütte führen würde, habe er selbst nicht gedacht. Umso größer sei nun die Vorfreude auf die neue Herausforderung. „Ich bin sehr motiviert“, sagt er uns. Beim Personal kann Winnicki auf Unterstützung aus seinem bisherigen Umfeld zählen. Eine Kellnerin von der Pöllingerhütte wechselt mit ihm, auch seine Eltern wollen ihn unterstützen. Größere Umbauarbeiten sind in der Turnerhütte nicht notwendig, lediglich kleinere Arbeiten stehen an. Geöffnet werden soll, sobald die Gerlitzen-Bergbahnen in die Wintersaison starten.
Gipfelhaus
Auch beim Gipfelhaus gibt es einen Betreiberwechsel. Die Gerlitzen-Bergbahnen hatten das Haus übernommen, nachdem es zuletzt in vierter Generation als Familienbetrieb geführt worden war. Zunächst war geplant, das Gipfelhaus selbst zu betreiben. Nun steht fest: Die Familie Biber, bekannt durch die Le-Burger-Betriebe, übernimmt das Gipfelhaus.
Neuer Schwerpunkt
Brigitte Biber kündigt dabei Veränderungen an. Das Gipfelhaus soll künftig keine Selbstbedienung mehr sein. Stattdessen setzt man auf Bedienung, guten Service und eine stärkere Ausrichtung sowohl auf Einheimische als auch auf internationale Gäste. Auch kulinarisch soll sich einiges ändern. Fleisch bleibt ein wichtiger Schwerpunkt, gleichzeitig soll das Angebot um vegetarische und vegane Gerichte ergänzt werden.
"Traum geht in Erfüllung"
Zunächst wird vor allem im Innenbereich renoviert. Eine größere Sanierung der Außenbereiche ist heuer zeitlich nicht mehr möglich und soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Für die Familie Biber ist der Schritt auf den Berg auch persönlich etwas Besonderes. Die Familie lebt mittlerweile in St. Oswald, Brigitte Biber stammt ursprünglich aus Wien. „Für uns war es schon immer ein Traum, auf den Berg zu kommen. Hier zu arbeiten und zu leben, ist für uns der Jackpot“, sagt sie.
Guter Service für alle
Auch beim Personal sieht sich der neue Betreiber gut aufgestellt. Die Familie führt bereits mehrere gastronomische Betriebe und kann entsprechend auf Mitarbeiter zurückgreifen. „Momentan reißen sich alle um die Gerlitzen“, sagt Biber. Eines verspricht sie den künftigen Gästen jedenfalls: gutes Service und schnelle Bedienung. Und auch für jene, die zu Fuß auf den Berg kommen, soll das Gipfelhaus ein Ziel sein.
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