Pferde am Kirchtag
Lösung wurde gefunden
- Für die Teilnahme der Pferde rund um den Trachtenfestumzug wurde nun eine Lösung gefunden.
- Foto: Marta Gillner
- hochgeladen von Chiara Kresse
In den vergangenen Wochen gab es heftige Diskussionen um die traditionelle Teilnahme von Pferden am Kirchtags-Umzug. Villachs Bürgermeister Günther Albel, Landwirtschaftskammer und Landespferdezuchtverband haben nun eine praktikable Lösung erarbeitet.
VILLACH. Bis zu 500.000 Menschen werden heuer zum Villacher Kirchtag erwartet. Um für diese Größenordnung optimale Bedingungen zu gewährleisten, wurde von externen Experten ein neues Sicherheitskonzept entwickelt. Ein Punkt hat dabei für große mediale Aufregung gesorgt: die traditionelle Teilnahme von Pferden am Umzug. Sogar von psychologischen Gutachten für die Pferde war die Rede, um Zwischenfälle bestmöglich auszuschließen. „An dieser Stelle war mir klar, dass ich einschreiten musste“, sagt Bürgermeister Günther Albel.
„Sicherheit ist extrem wichtig. Es kann aber nicht sein, dass Brauchtum und Traditionen von übertriebenen Auflagen gefährdet werden.“
"Gutachten wird es nicht geben"
Daher hat sich der Bürgermeister starke Partner geholt: Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer und Landespferdezuchtverband ist es nun gelungen, ein Prozedere zu entwickeln, das beides gewährleistet: bestmögliche Sicherheit und einen überschaubaren, vernünftigen Aufwand. Für jedes teilnehmende Pferd und für jeden Reiter werden einmalig Veranstaltungs-Erfahrung bzw. Reit-Qualifikationen erhoben. Vor Ort werden Mensch und Tier dann noch auf die Gewährleistung der Sicherheitskriterien eingeschworen. Danach steht der Ausübung des Brauchtums nichts mehr im Weg. Externe Gutachten sowie psychologische Überprüfungen, wie in Medienberichten zu lesen war, wird es nicht geben.
Sinnvolle Lösung
Landwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber zeigt sich erleichtert: „Die Vernunft hat gesiegt. Stadt Villach, Landespferdezuchtverband und Landwirtschaftskammer ist es gelungen, eine praktikable Lösung zu erzielen, die die Fortführung einer beliebten Tradition ermöglicht.“ Marjan Čik, Obmann des Landespferdezuchtverbandes Kärnten: „Gelebte Tradition in der heimischen Pferdezucht ist unser wertvollstes Gut. Gemeinsam konnte jetzt unnötiger Verordnungswahn abgewendet und eine sinnvolle Lösung für den Brauchtumsumzug gefunden werden.
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