Antrag im Gemeinderat
Surf-Welle in der Villacher Innenstadt?

Rund 1,7 Millionen Euro will die Stadt Graz für das Projekt in die Hand nehmen. Die "Community" ist begeistert
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In der Grazer Innenstadt wird ein neues Wellenbau Projekt realisiert. Nun schwappt das Thema City-Surfwelle auch nach Villach über.

VILLACH. Ein Ritt auf der Welle, mitten in der Stadt, diese Idee hat es Stadtrat Christian Pober (ÖVP) angetan. Überzeugt von einem Projekt in der Grazer Innenstadt (siehe zur Sache) schwebt dem Villacher Stadtrat Ähnliches für die Draustadt vor, eine Welle auf der Drau. Umsetzen könnte man diese, so der Stadtrat, im Zuge der anstehenden Umbauarbeiten an der "Draulände".
Einen entsprechenden Antrag will die ÖVP in der nächsten Gemeinderatssitzung am 26. April stellen. Was die Finanzierung anbelangt, könnte man "ja auch mit Investoren zusammenarbeiten", sagt Pober.

Realisierung in Kärnten

Tatsächlich ist dies kein ganz neues Thema. Seit einiger Zeit bereits ist der in Innsbruck lebende Projektentwickler Patrick Rauter daran, ein derartiges Projekt in Kärnten auf die Beine zustellen. Und er habe seine Idee(n) auch bereits dem zuständigen Stadtrat Harald Sobe (SPÖ) präsentiert, sagt er. Die Reaktion, so sagt er, wäre "durchaus positiv" gewesen. Gegenüber der WOCHE äußerte Sobe sich bisher nicht.

Es gibt bereits Projektideen

In Afritz am See aufgewachsen, kennt Rauter die Region, könnte sich verschiedene "Spots" vorstellen. "Natürlich wäre eine Welle in der Villacher Innenstadt der Hammer", sagt er, wohlwissend, dass ein solches Projekt, in Ausmaß wie in Graz, wohl eine Millioneninvestition benötigen würde. Und auch baulich geprüft werden müsste. "Wir haben hier die Herausforderung, dass die Drau stark reguliert wird." Was die Machbarkeit betrifft, sei jedoch Michael Strömer, Stroemer Wave Engineering (zur Sache) der Experte. Sie stünden in Kontakt. 

Mehrere Standorte möglich

Für eine Welle würden auch andere Standorte in Frage kommen, wie an der Gail oder am Ossiacher See (Seebach). Und auch der Bau einer "künstlichen Welle" wäre denkbar. "Wir sprechen von einer Bandbreite an möglichen Projekten." Interessierte Investoren für ein Wellenbau-Projekt gebe es überdies am Wörthersee: "Irgendwo in Kärnten wird es sicher spruchreif werden."

Stadt Graz realisiert Projekt

Derweil nimmt das Projekt "Surfwelle und Wildwasserstrecke" (Grafik) in Graz konkrete Formen an. Bereits im Jahr 2021 soll das 1,7 Millionen Eure teure Projekt verwirklicht sein. Michael Strömer realisierte bereits mehr als 20 Projekte in dem Bereich, in Graz hätte man einst mit einer Treppe aus "riesigen Steinen" begonnen, erzählt er. Das aktuelle Projekt werde den Grazern die Mur näher bringen, "und das finden wir gut".

Belebung für Innenstadt

Auch Stadtrat Pober sieht darin eine Chance, neue Maßstäbe für reales Leben am Fluss zu setzen und gleichzeitig Sportbegeisterten die Möglichkeit zu geben, sich innerstädtisch zu betätigen.

Zukunftsvision für Villach

"Daher werden wir im kommenden Gemeinderat den Antrag einbringen, um diese Zukunftsvision für Villach in den nächsten Jahren zu ermöglichen", sagt Pober und schließt: "Die Begehrlichkeit für eine funktionierende Innenstadt muss aktuell gehalten werden."

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Zur Sache 

Michael Strömer realisierte seit 2001 mehr als 25 Wellenbau-Projekte. Er ist ehemaliger Staatsmeister im Kajakfahren. Auf sein Konto verbucht er über 1.800 Kajak-Fahrten auf fünf Kontinenten.

Technologien: Stufenprinzip (Flussbausteine), Rampenprinzip (I & II), Holz o. Betonrampe

Die Projekte: u. a. "Almkanal Salzburg"; gilt als weltweit erste künstliche Welle im Rampenprinzip (Kosten 90.000 Euro, Auftraggeber Stadt Salzburg); Murbreak Radetzkywelle Graz gilt als beste "Man-Made-Wave" in Mitteleuropa (Stadt Graz)

Surf- & Kajakwelle mit Wildwasserbereich in Graz: Teil des Konzepts "Erlebnisraum Mur". Die Wasserwelle in der Innenstadt ist für Kajaker und Surfer 8 Monate im Jahr nutzbar, wettbewerbstauglich, gut einsehbar, zentral gelegen. Kostenschätzung: 1.740.000

Weitere InformationStroemerWaveEngineering

Rund 1,7 Millionen Euro will die Stadt Graz für das Projekt in die Hand nehmen. Die "Community" ist begeistert
Michael Strömer auf der alten Grazer Radetzkywelle

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