GTI-(Vor)Treffen
Verantwortung Erde fordert Aus für Abgas-Tourismus

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Verantwortung Erde will Fahrverbot für Naturpark Dobratsch und Einstellung der Unterstützungen für diesen "Abgas-Tourismus". 

VILLACH. "Wollen wir wirklich weiterhin unsere Gesundheit und die Natur dem Geld unterordnen?" fragt sich Gerald Dobernig, Sprecher von Verantwortung Erde. Auch an ihn hätten sich Menschen "mit Unverständnis, Wut und
berechtigter Sorge" bezüglich des GTI-(Vor-)Treffens an ihn gewendet, berichtet er und sagt: "Unsere Bewegung hat sich bereits mehrfach dafür ausgesprochen, von dieser zerstörerischen Form des Tourismus, bei der sich tausende Fans von lauten Verbrennungsmotoren auf einem Ort konzentrieren, um gemeinsam Lärm und Abgase zu produzieren, Abstand zu nehmen."
So sei es für die Bewegung "absurd" angesichts der nahenden ökologischen Katastrophe und der bereits vor sich gehende Zerstörung von Lebensraum noch dazu "Menschen aus anderen Teilen der Erde dazu einladen, unsere
Umwelt zu vergiften."

Verzichten auf Abgas-Tourismus

Für Dobernig sei es an der Zeit, "ernsthaft darüber nachzudenken, ob wir uns und nachkommenden Generationen wegen Geld bzw. wirtschaftlichen Interessen die Lärmbelästigung, die Luftverschmutzung, das erhöhte Verkehrsrisiko und vor allem auch die Umwelt- und Gesundheits-Belastungen wirklich weiter antun möchten." Darum komme die Bewegung zu dem Schluss: "Wir verzichten gerne auf den „Abgas-Tourismus“." 

Fahrverbot im Naturpark Dobratsch

Die Politik sei gefragt, endlich zu handeln, sagt Dobernig. So sei es zwar zu begrüßen, dass innerhalb der Stadtregierung ein Umdenken stattfinde. Dennoch fordere man "klare und nachvollziehbare Lösungsschritte". Einen
Anfang könnte ein "klares Bekenntnis zum Naturpark Dobratsch als
Naturschutzgebiet mit Fahrverbot und Einführung eines Shuttle-Verkehrs" 
sein.

Unterstützungen einstellen

Dennoch, so sagt Dobernig, entspreche dies nur einer 
Symptombehandlung. "Wir laden daher die Stadtsenatsfraktionen dazu ein, Unterstützungen für diese Form des Tourismus einzustellen und den
Organisatoren sowie den Besuchern klar zu kommunizieren, dass sie als Menschen herzlichst eingeladen sind, Villach zu besuchen, aber bitte ohne uns dabei schlaflose Nächte zu bereiten und unsere Umwelt zu verschmutzen" so Dobernig abschließend.

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