Inkontinenz: Behandlung mit guten Erfolgsaussichten

Inkontinenz verursacht oft jahrelanges, unötiges Leiden, weil die Patienten aus Schamgefühl nicht zum Arzt gehen.
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VÖCKLABRUCK (rab). "Rund ein Viertel aller Frauen und rund zehn Prozent aller Männer leiden unter Harninkontinenz, die Anzahl der Betroffenen steigt mit zunehmendem Alter an", sagt Urologe Manfred Mair. Als Risikofaktoren zählt er neben dem Alter auch Übergewicht, Operationen und verschiedene Erkrankungen, wie etwa Harnwegsinfekte oder Demenz auf. "Bei Frauen steigt das Risiko auch mit der Anzahl der Geburten."

Formen der Inkontinenz
Die Harninkontinenz kann in verschiedenen Formen auftreten, so der Urologe: "Davon hängt auch die Behandlungsmethode ab. Bei Frauen ist die weitaus häufigste Form die Belastungsinkontinenz." Dabei verlieren die Patienten Harn, wenn Druck auf die Blase ausgeübt wird: "Bei einer leichten Belastungsinkontinenz geschieht das beim Heben oder beim Husten, bei schweren Formen passiert es sogar im Liegen." Bei dieser Form empfiehlt Mair eine Physiotherapie: "Dort wird der Beckenboden trainiert, das ist sehr effektiv und viele Übungen können auch zu Hause gemacht werden." Bei schweren Fällen kann auch eine Operation notwendig sein, die Erfolgsaussichten des Beckenbodentrainings sind aber sehr hoch. Eine weitere häufige Form der Inkontinenz ist die Dranginkontinenz, sie trifft Frauen und Männer gleichermaßen. "Dabei spüren die Patienten plötzlich einen Druck auf der Blase und verlieren Harn, bevor sie das WC erreichen", erklärt Mair die Symp-tome. Diese Form ist oft eine Folge anderer Erkrankungen und wird medikamentös behandelt. "Auch Blasentraining, Biofeedback oder eine Hormontherapie können helfen, je nach Ursache", so Mair.

Inkontinenz verursacht oft jahrelanges, unötiges Leiden, weil die Patienten aus Schamgefühl nicht zum Arzt gehen.
"Der Urologe ist auch für Frauen der richtige Ansprechpartner bei Inkontinenz." - Manfred Mair
Autor:

Maria Rabl aus Vöcklabruck

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