Schäden durch Ankerketten
Kuratorium Pfahlbauten überprüft den Zustand der Welterbestätten

Monitoring-Tauchgang an einem UNESCO-Pfahlbau.
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  • Monitoring-Tauchgang an einem UNESCO-Pfahlbau.
  • Foto: Kuratorium Pfahlbauten
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ATTERSEE, MONDSEE. Das Team des Kuratoriums Pfahlbauten überprüft derzeit die UNESCO-Pfahlbauten im Attersee, Mondsee und Keutschacher See. Ziel des Monitorings ist es, Veränderungen an den UNESCO-Pfahlbauten möglichst frühzeitig zu erkennen. Dies soll sicherstellen, dass Gefahrenquellen für das wertvolle Kulturgut rechtzeitig eingedämmt werden können.

"Die Überwachung der Pfahlbauten, die zu unserer internationalen UNESCO-Welterbestätte gehören, ist eine wichtige Verpflichtung, der wir im Kuratorium Pfahlbauten gerne nachkommen", sagt Cyril Dworsky, der mit dem Management der UNESCO-Pfahlbauten in Österreich betraut ist. Es sei dadurch bereits gelungen, Schäden zu verhindern, wie etwa im Bereich der Pfahlbauten von Abtsdorf. Die überlangen Ankerketten von Freizeitboot-Bojen hatten sich dort tief ins Erdreich eingegraben. "Das Monitoring konnte die Problematik klar aufzeigen, ebenso wie die ersten Erfolge, die wir mit der Umrüstung auf denkmalgerechte Ankerbojen dort schon nach kurzer Zeit hatten", berichtet Dworsky.

Henrik Pohl, der Site Manager des Kuratoriums Pfahlbauten in Oberösterreich, leitet das Monitoring. Zu seinem Team gehören die Forschungstaucher Esther Unterweger, Markus Hochhold und Verena Streng. Ein besonderes Augenmerk gilt im Attersee dieses Jahr dabei den Schäden durch das Ankern in den Pfahlbausiedlungen. "Wir haben aufgrund unserer Beobachtungen schon vor einer Weile gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt um ein Ankerverbot im Bereich der Fundstellen ersucht, das auch bereits in Kraft ist", berichtet Dworsky. Ob das Verbot, an dessen zukünftiger Kennzeichnung man zurzeit intensiv arbeitet, bereits eingehalten wird, interessiert die Fachleute nun besonders.

Monitoring-Tauchgang an einem UNESCO-Pfahlbau.
Henrik Pohl beim Monitoringeinsatz.

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