12.04.2017, 20:00 Uhr

Damit die Jacke nicht abhandenkommt

Bernhard Fellner und Stefan Schausberger (v.l.) präsentierten Anfang März ihren Prototypen im OKH Vöcklabruck. (Foto: Elke Holzmann)

Mit "CheckSpot" haben zwei Tüftler aus dem Bezirk die Garderobe der Zukunft entwickelt.

RUTZENHAM (rab). "In meiner Fortgehzeit habe ich mich immer wieder darüber geärgert, dass meine Jacke weg war", erzählt Bernhard Fellner aus Rutzenham. Deshalb ist er schließlich auf die Idee gekommen, ein diebstahlsicheres Garderobensystem zu entwickeln.

Weder gestohlen noch verwechselt

"Wenn man beim Terminal einen Bon anfordert, öffnet sich automatisch ein Kleiderbügel. In diesen fädelt man den Ärmel ein, hängt die Jacke ganz normal auf und verschließt den Bügel wieder. Wenn man den QR-Code am Bon am Terminal einscannt, blinkt der richtige Bügel und öffnet sich wieder", erklärt der Automatisierungstechniker seine Erfindung "CheckSpot". "Damit können Jacken weder gestohlen noch verwechselt werden."

Das System bestehe aus Modulen zu je 25 Kleiderbügeln und sei erweiterbar. Dadurch eigne es sich für Gastronomie, Theater, Konzerthäuser und könne sogar in mobilen Containern bei Festen eingesetzt werden. "Vor allem größere Veranstaltungshäuser zeigen bereits Interesse", freut sich Fellner, der seinen Job für "CheckSpot" aufgegeben hat und seit Dezember 2016 selbstständig ist.

Ausprobieren im OKH

Den Prototypen baute er gemeinsam mit dem Auracher Stefan Schausberger, der auch Elektronik und Software für "CheckSpot" entwickelt hat. "Wir haben sehr viele Teile selbst konstruiert und zu Hause am 3D-Drucker ausgedruckt", erinnert sich Schausberger. Inzwischen ist der Prototyp fertig und seit Anfang März im OKH Vöcklabruck im Einsatz. "Das OKH ist die optimale Testumgebung, denn das Publikum ist sehr durchgemischt", freut sich Fellner über die Zusammenarbeit.

So konnten die beiden Tüftler bereits erste Schwachstellen finden und ausbessern. "Ursprünglich erschien am Display die Frage 'Benötigen Sie Hilfe?'. Diese wurde jedoch von allen Männern mit 'Nein' beantwortet", schmunzelt Schausberger. "Deshalb fragen wir die Leute nun, ob sie 'CheckSpot' zum ersten Mal verwenden und lassen dann das Einführungsvideo starten."
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