Demonstration vor der Volksschule Voitsberg
Der Bereich vor der Volksschule wird abgesperrt
- In dieser Straße wird es am Dienstag zur Demonstration bzw. öffentlichen Versammlung kommen.
- Foto: Almer
- hochgeladen von Harald Almer
Am Dienstag, dem 18. Jänner, wird ab 7 Uhr früh, vor der Volksschule Voitsberg demonstriert. Schüler, Lehrkörper und Schulbusse haben eine Ausweichmöglichkeit.
VOITSBERG. Der Fall des neunjährigen Jason, der in - oder besser gesagt vor - der Volksschule Voitsberg in der Kälte einen Test schrieb, polarisiert extrem. Nun nimmt eine impfkritische Gruppe diese Causa zum Anlass, um am Dienstag, dem 18. Jänner, ab 7 Uhr früh im Bereich der Volksschule Voitsberg zu demonstrieren. "Es wird eine öffentliche Versammlung geben", erklärt Organisator Gottfried Hermann. "Wir haben die Veranstaltung als Demonstration angemeldet, aber es wird eher eine Kundgebung sein, wo wir Briefe von betroffenen Lehrern, die Missstände in steirischen Schulen anprangern, vorlesen werden."
Teilnehmer aus ganz Österreich
Bei dieser Versammlung werden nicht nur Weststeirer vor Ort sein, sondern Teilnehmer aus der ganzen Steiermark und sogar aus Wien. Hermann saß am Montag Vormittag mit Vertretern der BH Voitsberg, der Polizei und der Bildungsdirektion Steiermark zusammen, wo ein Konzept für diese Demonstration erarbeitet wurde.
"Rechtlich können wir diese Demonstration nicht untersagen", erklärt BH Hannes Peißl. "Daher haben wir uns darauf geeinigt, dass der unmittelbare Bereich vor der Volksschule frei bleibt und mit Sperrgittern abgesichert wird. Die Straße zur Volksschule wird gesperrt, rund 50 Meter vor der Schule - auf Höhe der Sporthalle - findet die Kundgebung statt.
Keine Berührungspunkte
Die Volksschule selbst wird bereits vor 7 Uhr geöffnet haben, damit die Schüler:innen mit der Demonstration nicht in Berührung kommen brauchen, wenn sie das nicht möchten. Außerdem ist es möglich, dass Eltern und Schulbusse die Zufahrtsstraße beim Penny-Markt benützen können. "Durch den Shitstorm, der in den sozialen Medien ausgelöst wurde, fühlt sich ein Teil des Lehrkörpers der Volksschule bedroht", so Peißl, der auch die angrenzenden Schulen wie HAK und HLW über die Vorgehensweise informiert. Der Voitsberger Bürgermeister Bernd Osprian verlangt, dass die Schüler:innen ohne Angst vor den Demonstranten zur Schule gehen können.
Hermann wiederum geht es darum, Missstände aufzuzeigen, wo seiner Meinung nach die Bildungsdirektion Steiermark schweigt. Er rechnet auch mit mehreren Medien wie TV-Stationen, die in Voitsberg vor Ort sein werden. "Voitsberg ist ein stellvertretender Schauplatz dafür, was sich in Österreich derzeit fast überall abspielt."
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