Landesgericht Krems
Küchenstreit gipfelte in Anklage wegen Mordversuchs
- Schwurgericht tagte in Krems.
- Foto: Kurt Berger
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Ein Streit zwischen zwei Mitarbeitern eines Noodle-Fastfood-Restaurants hatte sich aufgeschaukelt. Ein 43-jähriger Chinese fühlte sich von seinem Kollegen bei der Essenszuteilung benachteiligt und drehte durch.
WAIDHOFEN/THAYA. Im Mai dieses Jahres eskalierte der Zwist. Nach einem Wortwechsel griff sich der 43-jährige Koch ein 22 mal 9 Zentimeter langes scharfes Hackbeil, das zum Zerteilen von Fleischstücken oder Geflügel verwendet wird.
Scharfes Küchenbeil
Er hob das Beil drohend und stürmte auf den Kontrahenten los. Mehreren anderen Beschäftigten, die sich ebenfalls in der Küche des Restaurants aufhielten, gelang es mit Mühe den Tobenden zurückzuhalten, der immer wieder auf den anderen losging.
Nur gedroht
Am Landesgericht Krems musste sich der Chinese wegen Mordversuchs vor einem Schwurgericht verantworten. Er bekannte sich nicht schuldig. Er habe dem Kollegen nur drohen und ihn einschüchtern wollen. Keinesfalls habe er den anderen verletzen, geschweige denn töten wollen.
Selbst geschnitten
Beim Angriff habe er das Küchenbeil gedreht, sodass die äußerst scharfe Klinge zu ihm geschaut hätte. Dabei hätte er sich selbst durch Schnittwunden verletzt.
Das Gericht zeigte den Geschworenen ein Video des Vorfalls. Ein Mitarbeiter, der den Angeklagten zurückgehalten hatte, sagte aus, dass die Klinge des Beils nicht dem Opfer zugewandt gewesen sei. Bisher habe es keine Probleme mit dem Beschuldigten gegeben.
Mordversuch verneint
Nach langer Beratung schließlich die Entscheidung der Geschworenen. Sie verneinten den angeklagten Mordversuch. Es erfolgte jedoch ein Schuldspruch wegen gefährlicher Drohung mit dem Tod mit einer bedingten Haftstrafe von 12 Monaten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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