Medizinische Versorgung im Waldviertel
Neues Ärztehaus in Ludweis eröffnet
- Im Labor des neuen Ärztehauses Ludweis (v.l.n.r.) Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Bürgermeister Hermann Wistrcil, Stephanie Zukrigl-Warringer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Silvia Hundlinger und Bundesrätin Viktoria Hutter.
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In nur neun Monaten Bauzeit ist in Ludweis ein modernes Ärztehaus entstanden, das nun offiziell eröffnet wurde und die medizinische Versorgung im Waldviertel langfristig stärken soll.
NÖ/BEZIRK WAIDHOFEN/THAYA. Mit einer feierlichen Eröffnung wurde am Samstag das neue Ärztehaus in Ludweis seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Projektbeteiligte sowie politische Vertreterinnen und Vertreter kamen zusammen, um diesen wichtigen Schritt für die regionale Gesundheitsversorgung zu feiern. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die das Projekt als starkes Zeichen für die Zukunft der medizinischen Betreuung in der Region würdigte.
- Bürgermeister Hermann Wistrcil, Dr. Silvia Hundlinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Dr. Stephanie Zukrigl-Warringer.
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Sie betonte, dass die beiden Ärztinnen Silvia Hundlinger und Stephanie Zukrigl-Warringer mit ihrem Engagement Verantwortung für die Menschen vor Ort übernehmen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Eine gute medizinische Infrastruktur sei wesentlich dafür, dass Gemeinden attraktiv bleiben und sich Menschen dort gut aufgehoben fühlen.
Gesundheitspolitik mit Blick in die Zukunft
Im Rahmen ihrer Ansprache verwies die Landeshauptfrau auf den Gesundheitsplan 2040+, der als langfristige Strategie für eine moderne und spezialisierte Medizin entwickelt wurde. Dieser Plan sei einstimmig über Parteigrenzen hinweg beschlossen worden und stelle eine zentrale Antwort auf den demografischen Wandel dar. Insgesamt werde im Rahmen dieses Programms eine halbe Milliarde Euro in die Gesundheitsversorgung im Waldviertel investiert, unter anderem in den Ausbau medizinischer Schwerpunkte und die Stärkung der Altersmedizin im Klinikum Waidhofen an der Thaya.
- Bezirkshauptfrau Manuela Herzog, Bürgermeister Hermann Wistrcil, Dr. Silvia Hundlinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Dr. Stephanie Zukrigl-Warringer.
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Mikl-Leitner machte deutlich, dass sowohl der Gesundheitsplan als auch das neue Ärztehaus zeigen würden, wie wichtig Zusammenarbeit und Verantwortungsbewusstsein seien. Es brauche das Zusammenspiel von Kliniken, Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ebenso wie eine enge Kooperation zwischen Land und Gemeinden. Ludweis hob sie dabei als Vorzeigegemeinde für dieses Miteinander hervor.
Vom alten Gebäude zum modernen Gesundheitszentrum
Bürgermeister Hermann Wistrcil schilderte den Weg zum Neubau und erklärte, dass bereits im Jahr 2024 klar geworden sei, dass eine Sanierung des alten Ärztehauses nicht ausreichen würde, um den Bedarf einer modernen Ordination mit mehreren Räumen zu decken. Nach intensiven Diskussionen habe der Gemeinderat im September einstimmig den Neubau beschlossen. Nur wenige Monate später erfolgte im April 2025 der Spatenstich, und bereits jetzt konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Damit sei die medizinische Versorgung der Bevölkerung für die kommenden Jahrzehnte gesichert.
Die beiden Ärztinnen Silvia Hundlinger und Stephanie Zukrigl-Warringer bedankten sich im Rahmen der Eröffnung besonders bei ihren Patientinnen und Patienten für das entgegengebrachte Vertrauen und den herzlichen Empfang in Ludweis. Sie sehen das neue Ärztehaus als wichtigen Ort für eine langfristige und persönliche Betreuung. Auch an die bisherige medizinische Versorgung wurde erinnert, insbesondere an Arzt Andreas Gradwohl, der über Jahrzehnte hinweg eine zentrale Vertrauensperson für viele Generationen war.
Feierlicher Rahmen für ein zukunftsweisendes Projekt
Die Segnung des neuen Ärztehauses erfolgte durch Pfarrer Conrad Müller. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Musikverein Aigen sowie den Schuhplattlern der Landjugend Ludweis. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte die Freiwillige Feuerwehr, die damit zum festlichen Gelingen der Eröffnung beitrug.
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