Partnerschaft
Waldviertler Teichwirte zu Gast im „Land der 1.000 Teiche“
- Die österreichische Delegation des NÖ Teichwirteverbandes genoss den Ausblick von der Himmelsleiter über das „Land der 1000 Teiche“ in Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern)
- Foto: NÖ Teichwirteverband
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Wie sieht die Zukunft der traditionellen Teichwirtschaft aus? Antworten darauf suchten Waldviertler Teichwirtinnen und Teichwirte bei einer viertägigen Fachexkursion in den Landkreis Tirschenreuth in Bayern – das „Land der 1.000 Teiche“. Die Reise zeigte eindrucksvoll, wie viel beide Regionen voneinander lernen können.
WALDVIERTEL. Die im Vorjahr besiegelte Partnerschaft zwischen der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft und dem Oberpfälzer Teichwirtschaftsgebiet Tirschenreuth wurde mit Leben erfüllt: Ende Juni reiste eine Delegation des NÖ Teichwirteverbandes gemeinsam mit den Produkthoheiten – NÖ Karpfenkönigin Michaela I. und NÖ Karpfenprinzessin Theresa I. – sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Steiermark zur Fachexkursion in die Oberpfalz. Ziel war das „Land der 1000 Teiche“, eine der bedeutendsten Teichwirtschaftsregionen Deutschlands. Beide Regionen – das Waldviertel und Tirschenreuth – zählen zu den führenden Karpfenteichlandschaften Mitteleuropas.
Innovative Teichwirtschaft
Vier Tage lang erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer exklusive Einblicke in die innovativsten Teichwirtschaftsbetriebe Bayerns. Dabei standen nicht nur moderne Betriebsmodelle und Vermarktungsstrategien im Mittelpunkt, sondern auch der persönliche Austausch mit Berufskollegen. Begleitet wurde die Exkursion vom langjährigen Teichwirt und Fachexperten Hans Klupp, der als hervorragender Kenner der Teichwirtschaft vor Ort mit umfangreichem historischem Wissen durch die Exkursion führte.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Himmelsleiter im Naturschutzgebiet Waldnaabaue. Die Himmelsleiter steht dabei symbolisch für die enge Verbindung zwischen dem landwirtschaftlichen Weltkulturerbe der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft und dem immateriellen Kulturerbe der bayerischen Teichwirtschaft – denn einen Aussichtspunkt mit diesem Namen gibt es in beiden Regionen. Verbunden sind das Waldviertel und Tirschenreuth auch über das europäische Kulturerbe. Das Stift Zwettl und das Kloster Waldsassen gehören beide zum Cisterscapes-Netzwerk, das mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurde. Beide Regionen pflegen also schon seit Jahrhunderten einen regen Austausch. Heute sind die Herausforderungen in der Teichwirtschaft nahezu dieselben. Umso wertvoller ist die Partnerschaft, um gemeinsam Lösungen zu finden.
- Gemeinsam für die Zukunft der Teichwirtschaft beim Netzwerkabend auf der Fischzucht Stier in Bärnau: Vertreterinnen und Vertreter der Teichwirtschaft aus Bayern, Niederösterreich und der Steiermark kamen zum fachlichen Austausch zusammen. Mit dabei waren auch NÖ Karpfenkönigin Michaela I., NÖ Karpfenprinzessin Theresa I und Landrat Hubert Schicker.
- Foto: NÖ Teichwirteverband
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Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der renommierten Fischzucht Stier in Bärnau. Alfred und Josef Stier präsentierten ihren innovativen und breit aufgestellten Familienbetrieb. Anschließend luden die Familie Stier und die „ARGE FISCH“ bei der Fischzucht Wendermühle zu einem Netzwerkabend ein. Die Waldviertler Delegation wurde von zahlreichen Persönlichkeiten der bayerischen Teichwirtschaft, Politik und Fachorganisationen herzlich empfangen. Landrat Hubert Schicker begrüßte die grenzüberschreitende Partnerschaft ausdrücklich und sprach sich für deren weitere Vertiefung aus. Die große Gastfreundschaft und der offene Austausch machten deutlich, wie lebendig die partnerschaftliche Zusammenarbeit gelebt wird.
NÖ Teichwirteverband Obmann Ferdinand Trauttmansdorff und Geschäftsführer Leo Kirchmaier sind sich beim Netzwertreffen einig. Die Partnerschaft mit Tirschenreuth lebt vom persönlichen Kontakt. Durch den regelmäßigen Austausch können wir voneinander lernen und die Zukunft der traditionellen Teichwirtschaft nachhaltig stärken.
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