KI erschnüffelt kranke Bäume
Welser FH erforscht digitale Nase für Förster
- Claudia Probst und Georg Roman Schneider von der FH OÖ forschen an einem neuartigen Frühwarnsystem für unsere Wälder.
- Foto: Probst/Schneider
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Ein Forschungsteam der Fachhochschule (FH) Wels arbeitet derzeit daran, gestresste und erkrankte Bäume zu identifizieren. Das soll der Forstwirtschaft zugute kommen. Dabei kommt eine künstliche Intelligenz zum Einsatz die auch Borkenkäfer erschnüffeln kann.
WELS. Laut FH reagieren Bäume auf Stress, indem sie flüchtige organische Substanzen ausstoßen. Auch Borkenkäfer kommunizieren über Pheromone als Botenstoffe. Bislang konnten ausgebildete Hunde diese wittern und so Befall anzeigen. „Daraus entstand unsere Idee", erklärt Professorin Claudia Probst und weiter: "Wir entwickeln eine digitale Nase, also Künstliche Intelligenz (KI), die Bäume erkennen und Stresschemikalien sowie Pheromone erschnüffeln kann.“ Neben Probst besteht das Forschungsteam aus dem Informatiker Georg Schneider, einem Forstexperten und zwei Chemikern aus der Bio- und Umwelttechnik.
Digitale Baumdiagnose
Eine künstliche Intelligenz, die Bäume erkennen kann, gäbe es bereits. Neu ist die Kombination mit Geruchserkennung. Hier leiste die Fachhochschule Wels eigenen Angaben nach Pionierarbeit, welche Baumkrankheiten so früh wie möglich identifizieren soll. Die Grundlagenforschung wird durch den Waldfond sowie vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft unterstützt. Die geplante Dauer beläuft sich auf drei Jahre.
- Laut FH können beispielsweise Trockenheit, große Hitze, Pilzbefall, Wildverbiss oder zu viel Bestand Stressmomente für Bäume sein.
- Foto: BRS
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Borkenkäfer unter der Lupe
Auch das Verhalten der Borkenkäfer wird studiert. Deren Pheromone werden genauso wie die Botenstoffe der Bäume chemisch-biologisch analysiert und wissenschaftlich aufbereitet. Die gesammelten Daten sollen anschließend für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz herangezogen werden.
- Der Borkenkäfer ist eine große Bedrohung für heimische Bäume. Die Forschung an der FH will ein frühzeitiges Erkennen von Befall ermöglichen.
- Foto: Land Tirol
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