Corona in Wien
Dem Naschmarkt fehlt die Kundschaft

Ein trostloses Bild: Kaum jemand ist dieser Tage am Naschmarkt unterwegs.
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Die Marktstandler am Naschmarkt bangen um ihre Existenz. Seit dem Beginn der Corona-Krise kommen immer weniger Käufer.

WIEDEN/MARGARETEN. Seit Anfang letzter Woche haben alle Geschäfte und Gastronomiebetriebe als Maßnahme gegen das Coronavirus geschlossen. Geöffnet haben nur noch jene, die die Grundversorgung sichern. Darunter fallen etwa Apotheken, Drogerien, Lebensmittelgeschäfte und Märkte. 

Auch Trafiken und Tankstellen haben nach wie vor geöffnet. Während zu Anfang vor allem die Supermärkte regelrecht gestürmt wurden, scheint nun ein kleinwenig Ruhe eingekehrt zu sein.

Keine Kunden am Naschmarkt

Doch frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Gewürze kann man nicht nur im Supermarkt besorgen. Normalerweise erfreut sich der Naschmarkt großer Beliebtheit. Es sind vor allem die Anrainer, die die Existenz der Standler sichern – bis jetzt.

Denn den Händlern gehen die Kunden verloren. Als die bz um 11 Uhr am Vormittag zum Lokalaugenschein unterwegs ist, herrscht gähnende Leere. Nur hier und da sieht man vereinzelt Menschen, die bei einem Stand stehen bleiben und etwas kaufen.

Einbußen schon jetzt spürbar

Der Eindruck bestätigt sich auf Nachfrage: „Es kommen immer weniger Leute. Selbst unsere Stammkunden bleiben aus“, erzählt Michael, der heimisches Obst und Gemüse verkauft. Woran das liegt, weiß er nicht.  „Der Flohmarkt ist ja geschlossen worden. Vielleicht glauben die Leute, das gilt auch für den Markt“, so seine Mutmaßung.

Bei Yusuf, der allerlei Gewürze, Börek und türkischen Honig verkauft, zeichnet sich das gleiche Bild ab. "Alle rennen in den Supermarkt, keiner kommt zu uns", klagt er. Eine Kundin kauft derweil ein paar grüne Oliven und Käse in Salzlake. "Ich glaube, die meisten haben einfach Angst, sich anzustecken. Weil ja sonst so viele Leute hier sind", meint sie.

Einige Marktstandler fürchten bereits um ihre Existenz, die finanziellen Einbußen seien schon jetzt spürbar. Sie bitten Anrainer aus den umliegenden Bezirken darum, auch weiterhin bei ihnen einzukaufen.

Die Stände haben montags bis freitags zwischen 6 und 21 Uhr sowie samstags zwischen 6 und 18 Uhr geöffnet.

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