Falscher Schotter
Teile der Argentinierstraße müssen wieder saniert werden
- Vor nicht einem Jahr wurde die Argentinierstraße fertiggestellt – nun wird schon wieder saniert.
- Foto: zVg
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Obwohl die Argentinierstraße vor nicht einmal einem Jahr neu eröffnet wurde, finden bereits jetzt Sanierungsarbeiten statt. In verschiedenen gepflasterten Abschnitten wurde ein falscher Schotter verwendet.
WIEN/WIEDEN. Eigentlich sollten die späten Augustwochen die Hochphase für die Argentinierstraße bedeuten. Die Straße auf der Wieden wurde vergangenes Jahr zur Fahrradstraße umgestaltet und im Dezember 2024 schließlich neu eröffnet.
Radfahrerinnen und -fahrer genießen in den Sommertagen die neue Radstrecke. Doch wer jüngst vom Karlsplatz Richtung Wiedner Gürtel getreten ist, dem sind vielleicht Baustellen an mehreren Stellen aufgefallen: Teile der Strecke mussten nämlich wieder aufgerissen werden.
Stadt Wien sei nicht schuld
Grund für die erneuten Bauarbeiten ist ein Fehler bei der ursprünglichen Sanierung. Wie die Magistratsabteilung 28 – zuständig für Straßenverwaltung und Straßenbau – erklärte, habe man festgestellt, dass in den gepflasterten Bereichen mehrerer Kreuzungen der Schotter darunter nicht den technischen Anforderungen entspricht. Die sogenannte "Splittbettung" wurde falsch gewählt und würde deshalb "den üblichen Belastungen durch den Verkehr langfristig nicht standhalten", heißt es aus dem Büro der MA 28.
- Die neue Fahrradstraße steht immer wieder im Fokus der Diskussionen.
- Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Der Fehler liege nicht bei der Stadt, betont man: "Selbstverständlich muss die ausführende Baufirma im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung die Sanierungsarbeiten auf deren Kosten übernehmen." Weder dem Bezirk noch der Stadt sollen dadurch Kosten entstehen. Die Sanierungsarbeiten sollen in etwa sechs Wochen abgeschlossen sein.
Pascal Riepl, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter und Sprecher der Grünen Wieden, kritisiert die neuerlichen "Schlampereien" bei der Argentinierstraße: "Kaum ein Jahr nach der Eröffnung der Fahrradstraße Argentinierstraße muss schon wieder aufgerissen und umgebaut werden – ein weiteres Beispiel für mangelnde Qualität bei der Umsetzung durch die Stadt Wien."
Läuft Verkehr jetzt besser?
Andererseits sieht der Bezirkspolitiker in diesen Arbeiten eine glückliche Fügung: Wegen der Arbeiten wurden verschiedene Verkehrsführungen zeitweise verschoben, laut dem Grünen
funktioniere "die provisorische Verkehrsführung während der Bauarbeiten wesentlich besser als die derzeitige Lösung der Stadt. Es gibt deutlich weniger Autoverkehr, die Straße ist spürbar beruhigt und Radfahrende kommen sicher und komfortabel voran."
- Pascal Riepl (Grüne) findet, die Stadt habe bei der Argentinierstraße schlampig gearbeitet.
- Foto: Maximilian Fritz
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
So würde die Einbahnumdrehung im Abschnitt zwischen Wiedner Gürtel und Weyringergasse den Verkehr maßgeblich verringern. Auch im Abschnitt des St.-Elisabeth-Platzes würde die provisorische Sperre den Autoverkehr bremsen. "Radfahren auf der Argentinierstraße ist wesentlich sicherer und komfortabler – eigentlich genau das, was eine Fahrradstraße leisten soll", so Riepl. Dass die Regelungen nach Vollendung der Bauarbeiten beibehalten werden, gilt als nicht wahrscheinlich.
Mehr zur Argentinierstraße:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.