Polarisiert mit Aussagen
Wiener Schauspielerin Nina Proll wird 50
- Nina Proll feiert ihren 50. Geburtstag.
- Foto: Robert Niederl
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Nina Proll ist aus der österreichischen Film- und Fernsehlandschaft seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Die Schauspielerin, etwa bekannt aus den "Vorstadtweibern" feiert am 12. Jänner ihren 50. Geburtstag. Nicht immer waren ihre Aussagen unumstritten.
WIEN. Nina Proll wird 50. Als Schauspielerin ist sie den Österreicherinnen und Österreichern aus einer Vielzahl von Formaten bekannt. Allen voran geht sicherlich ihre Rolle als Nicoletta „Nico“ Pudschedl in der ORF-Serie "Vorstadtweiber". Ihre Wurzeln hat Proll im Musical, später wurde sie zur umjubelten Leinwandheldin in Kino und Fernsehen. In den letzten Jahren polarisierte Proll auch politisch. Sowohl zur MeToo-Debatte, als auch zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung äußerte sich die Schauspielerin wiederholt kritisch.
Doch zuallererst zurück ins Jahr 1974. Nina Proll wurde am 12. Jänner in Wien geboren, wuchs aber zunächst im Waldviertel, nicht weit von der tschechischen Grenze entfernt, auf. Wie sie später in Interviews erzählen sollte, war hier ihre Oma das große Vorbild und wichtigste Bezugsperson.
Erfolg mit "Nordrand"
Die Eltern waren in Wien geblieben, Proll und ihr Bruder zogen wieder zurück in die Hauptstadt, als die zukünftige Schauspielerin 13 Jahre alt war. Hier besuchte sie das Privat-Gymnasium Sacré Cœur in der Landstraße.
- Die Schauspielerin ist sowohl auf den Bühnen, als auch in Film und Fernsehen zu sehen.
- Foto: meinBezirk Tirol
- hochgeladen von Georg Larcher
Nachdem sie bereits einen Schauspielkurs, Tanz- und Gesangsstunden belegt hatte, besuchte sie nach der Matura für ein Jahr die "Theater an der Wien Studios" der Vereinigten Bühnen Wien. 1996 schloss sie dann schließlich an den "Performing Arts Studios Vienna" ab. Ihre ersten Musicalengagements hatte sie bereits vor ihrem Abschluss, etwa in der Produktion "Jesus Christ Superstar" in Klagenfurt im Jahr 1994.
Der erste richtig große Erfolg im Film kam dann mit "Nordrand" von Barbara Albert im Jahr 1999. Proll war hier in der Hauptrolle zu sehen und wurde dafür auch mehrfach international ausgezeichnet. Zuvor spielte sie auch etwa an der Seite von Roland Düringer im österreichischen Filmklassiker "Hinterholz 8" eine Hauptrolle.
Der Fokus von Prolls beruflicher Laufbahn lag von nun an klar bei Film und Fernsehen. Es folgten im Laufe der 2000er unterschiedliche Rollen, etwa in den Filmen "Komm süßer Tod", "Zwölfeläuten", "Spiel im Morgengrauen", "Keinohrhasen" oder "Buddenbrooks". Bei der Berlinale 2000 erhielt sie den Preis als "Österreichischer Shooting Star des europäischen Films". Auch in Fernsehproduktionen machte sich Proll einen Namen. Sie war in "Kaisermühlen Blues zu sehen", genauso wie beim "Tatort" oder in "Braunschlag". Von 2015 bis 2022 wirkte Proll in allen 61 Folgen des sechsstaffeligen ORF-Hits "Vorstadtweiber" mit.
Aussagen zu Corona und MeToo
Bereits während ihres Wirkens bei den "Vorstadtweibern" äußerte sich Proll auch tagespolitisch. Etwa die "MeToo"-Debatte in der Schauspielbranche sah die geborene Wienerin kritisch. Sie sprach von einem "kollektiven Jammern" seitens der Frauen, die mit dem Thema an die Öffentlichkeit gingen, das sie satthabe und von einer ihrer Meinung nach falsch geführten Debatte.
In den Medien präsent war Nina Proll auch nicht zuletzt als Gegnerin der Impfpflicht und der Corona-Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie in Österreich. Von ihr stammen die beiden Protestsongs "Willkommen in der Demokratie" und "I zag di au". Texte hieraus lauten unter anderem "Keine Rechte, nur noch Pflicht. Vergesst eure Freiheit und Verfassungsmäßigkeit", sowie "Wir tragen die Maske mit Vorbehalt und seid ihr nicht willig, dann brauchen wir Gewalt."
- Proll polarisierte immer wieder mit Aussagen zu aktuellen, gesellschaftlichen Themen.
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Musikalisch war Proll in den letzten 20 Jahren bereits öfters tätig. Im Jahr 2004 coverte sie auf dem Album "12 Songs, nicht die schlechtesten" unter anderem Ton Steine Scherben und Falco. Sie war 2020 auch Teilnehmerin bei der Promimusikshow "The Masked Singer Austria" und 2007 im ORF bei "Dancing Stars" zu sehen.
Der ORF gratuliert Proll mit einem Programmschwerpunkt. 11. Jänner gibt es bei ORF 3 um 23.50 Uhr eine "Soundcheck Österreich"-Ausgabe mit Proll als Interpretin bekannter Vorstadtlieder. Am 12. Jänner selbst gibt es dann "Böses Erwachen" aus dem Jahr 2009 zu sehen. Proll spielt hier als Ilona Weber eine der Hauptrollen.
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