Akademikerball: Wiener Taxler streiken
- Taxiunternehmer Keivan Amiri fährt dieses Jahr keine Gäste zum Akademikerball.
- Foto: Burghardt
- hochgeladen von Hermine Kramer
Einige Wiener Taxifahrer werden am 30. Jänner keine Gäste zum Akademikerball fahren.
"Die Menschen bei dir im Taxi haben die Möglichkeit, die Innenstadt zum Ausnahmegebiet zu machen. Das ist zum Fürchten", sagt Taxifahrer Alex W. Er wird am 30. Jänner keine Gäste zum Akademikerball fahren.
Taxler-Tricks
Als Angestellter ist Alex dazu verpflichtet, seine Gäste ans Ziel zu bringen. Die jährlichen Ausschreitungen rund um die umstrittene Veranstaltung und Gespräche mit Kollegen haben ihn dazu gebracht, am 30. Jänner eine Ausnahme zu machen. Wie er das trotz Verpflichtung anstellen will? "Es gibt Tricks, die kennt jeder Taxler", lacht er.
Meinungsfreiheit
Der 57-jährige Keivan Amiri ist selbstständiger Taxiunternehmer und muss keine Konsequenzen befürchten, wenn er am 30. Jänner die Fahrt verweigert. "Ich komme ursprünglich aus dem Iran. Solche Veranstaltungen wie der Akademikerball steigern den Fremdenhass", begründet Keivan seine Entscheidung. "Wo ich herkomme, werden Menschen für ihre Meinung verfolgt. Hier in der Demokratie kann ich meine Haltung zum Ausdruck bringen. Und das tue ich auch", erklärt er selbstbewusst.
Gefahr für eigene Sicherheit
"Besteht eine Gefahr für die eigene Sicherheit, kann eine Fahrt verweigert werden", sagt Christian Gerzabek, Chef der Taxi-Innung. In den letzten Jahren seien beim Akademikerball immer wieder Taxis beschädigt worden. Am 30. Jänner werden also auch Taxler ohne politischen Hintergrund Ballgäste abweisen.
Zur Sache:
Der Akademikerball ist der Nachfolger des Wiener Korporations-Balls (WKR-Ball), der von 1952 bis 2012 von Burschenschaften ausgerichtet wurde. Seit 2012 heißt die Veranstaltung Akademikerball und wird von der FPÖ Wien organisiert. Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) weist darauf hin, dass dem WKR mit der Teutonia eine offen rechtsextreme Verbindung vorsitzt.
Infos: Facebook-Gruppe der Taxler und DÖW
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