Sexueller Missbrauch & Dateien
Anklage gegen Wiener Künstler wegen schwerer Vorwürfe
- Ein Mann „aus der österreichischen Künstlerszene“ soll eine Minderjährige sexuell missbraucht haben, zudem wurden bei ihm fast 1.000 Foto- und Videodateien mit Kindesmissbrauchsinhalten gefunden.
- Foto: Bogomil Mihaylov/Unsplash
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Ein Mann „aus der österreichischen Künstlerszene“ soll eine Minderjährige sexuell missbraucht haben, zudem wurden bei ihm fast 1.000 Foto- und Videodateien mit Kindesmissbrauchsinhalten gefunden. Die Staatsanwaltschaft Wien hat Anklage erhoben. In diesem Fall sitzen auch zwei Frauen in U-Haft wegen des Verdachts der schweren Nötigung.
WIEN. MeinBezirk berichtete am Dienstagabend über schwerwiegende Vorwürfe gegen einen „bekannten TV-Star“. Nach einer Selbstanzeige im Mai 2026 ermittelt die Staatsanwaltschaft (StA) Wien gegen den Mann wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen sowie der bildlichen sexualbezogenen Darstellung Minderjähriger.
Zwei weitere Personen wurden in diesem Fall wegen des Verdachts der schweren Nötigung angezeigt. Am Dienstag war der „TV-Star“ namentlich nicht bekannt, seit Mittwoch kursiert der Name eines bekannten Wiener Kabarettisten in den Medien. Eine MeinBezirk-Anfrage an seinen Anwalt und seine Agentur blieb bis Mittwochnachmittag 16 Uhr unbeantwortet, weshalb MeinBezirk seinen Namen nicht nennt.
1.000 Dateien gefunden
Aber es gibt neue Details zu dem Fall des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen. Die Tat soll sich vor etwa zwei Jahren ereignet haben. Der „Person aus der österreichischen Künstlerszene“ wird die „Vornahme einer geschlechtlichen Handlung an einer unmündigen Person“ zur Last gelegt, sagte StA-Wien-Sprecherin Judith Ziska zu MeinBezirk. Außerdem geht es um mindestens 960 Bild- und 19 Videodateien „sexualbezogenen Kindesmissbrauchsmaterials mündiger und unmündiger Minderjähriger“.
- Die Tat soll sich vor etwa zwei Jahren ereignet haben. (Symbolfoto)
- Foto: Ronja Reidinger/MeinBezirk
- hochgeladen von Ronja Reidinger
Bei den zwei Personen, die wegen des Verdachts der schweren Nötigung vom mutmaßlichen Täter angezeigt wurden, handelt es sich um zwei Frauen. Sie sollen den Wiener Künstler „über einen längeren Zeitraum mit der Veröffentlichung kompromittierender Umstände zur Übergabe von rund 189.000 Euro genötigt haben“, schildert Ziska gegenüber MeinBezirk.
"So wurde dem Mann laut Anklage mit der Veröffentlichung von Fotos gedroht, sollte er den Forderungen nicht nachkommen. Die Bilder sollen ihn bei einer sexuellen Handlung an einem unmündigen Kind zeigen", heißt es etwa vom Landesgericht für Strafsachen Wien in einer Aussendung.
In beiden Fällen gibt es seit Mittwoch eine nicht rechtskräftige Anklage. Dem Künstler drohen bei einer Verurteilung zwischen sechs Monate und fünf Jahre Freiheitsstrafe, den Frauen ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Die Anklage ist nicht rechtskräftig, da die Betroffenen innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch bei Gericht erheben können. Laut der „APA“ befindet sich der Mann auf freiem Fuß, die zwei weiblichen Tatverdächtigen sind wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr seit einigen Monaten in U-Haft.
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