13 Brände in zwei Wochen
Brandstifter geht in Hietzing um

Der Brandanschlag hat an den Wänden des Durchgangs bei der Lynkeusgasse deutliche Spuren hinterlassen.
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  • Der Brandanschlag hat an den Wänden des Durchgangs bei der Lynkeusgasse deutliche Spuren hinterlassen.
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In der Siedlung Hermeswiese ist es zu 13 Brandanschlägen auf Altpapiercontainer gekommen.

Eine Bewohnerin der Siedlung Hermeswiese tritt vor ihre Haustür in der Lynkeusgasse, um die Blumen im Vorgarten zu gießen. "Um kurz vor 5 Uhr früh hat es laut geknallt. Dann ist der Altpapiercontainer im Durchgang auch schon in Flammen gestanden", berichtet sie von den Geschehnissen am Sonntag, 14. Oktober. "Die Feuerwehr war aber schnell da und hat alles gelöscht. Nur die Lampe an der Decke des Durchgangs hat sie nicht mehr retten können. Die ist regelrecht geschmolzen."

Beim Lokalaugenschein der bz waren die verschmorten Altpapiercontainer zwar bereits von der MA 48 durch neue ersetzt, die Brandspuren an den Wänden des Durchgangsbogens zwischen der Dvorakgasse und der Lynkeusgasse waren aber immer noch deutlich zu sehen. "Nicht nur an den Wänden, auch am Boden ist alles voller Ruß. Meine Fenster habe ich nach dem Brandanschlag noch stundenlang geschlossen gehalten, weil es überall so gestunken hat", erzählt Fritz Handler, der gerade mit seinem Dackel Gassi geht. "Mein Hund wollte hier nach dem Brand gar nicht mehr durchgehen."

13 gelegte Brände

Der Feueralarm war nicht der einzige in letzter Zeit: Insgesamt 13 Altpapiercontainer wurden in den vergangenen Wochen angezündet. Am selben Tag, nur wenige Stunden davor, sei an der Ecke Hochmaisgasse/Dvorakgasse ein weiterer Container in Flammen aufgegangen, erklärt Christian Feiler vom Wiener Landesfeuerwehrverband: "Um 0.55 Uhr wurden wir angerufen. Meine Männer haben einen brennenden Altpapiercontainer gelöscht." Auch hier wurde der beschädigte Behälter ausgetauscht. Die Brandspuren sind allerdings noch immer am Geäst des danebenstehenden Baumes und an einem Verkehrsschild zu sehen.

Feiler erklärt, dass es sich höchstwahrscheinlich um "Lausbubenstreiche mit dem Feuerzeug" handelt: "Unsere Feuerwehrmänner konnten alle brennenden Container schnell löschen. Trotzdem sind solche Brandstiftungen ärgerlich, weil sie Geld kosten und die Bewohner jetzt natürlich verunsichert sind."

Daniel Fürst, Pressesprecher der Polizei, erklärt, dass das Brandermittlungsteam des Bundeskriminalamtes den Fall übernommen habe: "Alle 13 Mistkübel, die in den vergangenen Wochen angezündet worden sind, waren frei stehend. Deshalb ist es zu keiner Gefährdung von Menschen gekommen." Aktuell werten die Spezialisten des Bundeskriminalamtes alle Spuren aus, um die Täter schnell zu fassen.

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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