Große Umfrage
Das sagen die Anrainer zu den Sommerbaustellen der Wiener Linien

Die Arbeiten an der Kreuzung Währinger Straße, Spitalgasse und Nußdorfer Straße legten das Bim-Netz lahm.  | Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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  • Die Arbeiten an der Kreuzung Währinger Straße, Spitalgasse und Nußdorfer Straße legten das Bim-Netz lahm.
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MeinBezirk war auf der Strecke der Linien 40, 41 und 42 unterwegs und hat mit Anrainerinnen und Anrainern über die Sommersperren gesprochen. Warum diese prinzipiell gut angenommen werden, es vereinzelt aber auch zu Kritik kommt, liest du im Artikel. 

WIEN. Gleis- und Weichenarbeiten an der viel befahrenen Kreuzung Währinger Straße, Spitalgasse und Nußdorfer Straße haben das Bim-Netz am Alsergrund für den Sommer lahmgelegt.  Seit Montag, 13. Juli, stehen die stark frequentierten Straßenbahnlinien 40, 41 und 42 still, während die Linien 37 und 38 weitreichende Umleitungen fahren müssen. 

Dies führt auch zu Einschränkungen in Döbling und Währinger. Auch aus der City kommt man nun deutlich schwerer ins Grüne. Für Tausende Anrainerinnen und Anrainer bedeutet dies im Alltag spürbare Veränderungen und neue Wege. Mein Bezirk war vor Ort und hat mit den Betroffenen über die Situation gesprochen. 

Überwiegend positive Stimmen

Grundsätzlich stoßen die Modernisierungsarbeiten der Wiener Linien bei der Bevölkerung auf Verständnis. Viele Fahrgäste betonen, dass notwendige Schienenerneuerungen unumgänglich seien, um langfristige Schäden zu vermeiden. Eine betroffene Anrainerin hebt hervor, dass die Arbeiten in der Ferienzeit genau richtig angesetzt seien, da im Sommer ohnehin viele Wiener im Urlaub sind und die Schulen geschlossen haben. "Wann soll man reparieren, wenn nicht im Sommer, wenn die meisten Leute auf Urlaub sind oder die Kinder Ferien haben?". Eine andere Öffi-Nutzerin lobt diesen Schritt und erklärt, es sei ihr lieber, dass die Wiener Linien die Infrastruktur rechtzeitig instand setzen, bevor es zu größeren Störungen kommt.

Auch die Informationen seitens der Wiener Linien werden von der Mehrheit der Befragten positiv bewertet. Plakate an den Haltestellen und regelmäßige Durchsagen in den Fahrzeugen sorgen dafür, dass viele Fahrgäste bereits im Vorfeld Bescheid wussten, erklärt man gegenüber MeinBezirk. Eine Anrainerin berichtet, sie habe sich über Flugblätter informiert und nehme den etwas längeren Fußweg in Kauf. Andere Öffi-Nutzerinnen und Nutzer verweisen zudem auf die Wien Mobil-App, in der alle aktuellen Fahrzeiten und Ersatzrouten abgebildet sind.

Skizzen schwer zu entziffern 

Dennoch gibt es auch Kritik: Eine ältere Dame bemerkt, dass die ausgehängten Skizzen und Zeichnungen an den Stationen für sie nicht eindeutig zu entziffern waren. Ein anderer betroffener Fahrgast schildert, dass er am ersten Tag völlig unwissend dastand und sich seinen Weg erfragen musste. Eine weitere Anrainerin gibt zudem zu bedenken, dass die Änderungen und Umleitungen vor allem für viele Touristen zu einem Problem werden könnten.

Eine zentrale Rolle spielt über den Sommer übrigens die Buslinie 40A, die während der Bauarbeiten in dichteren Intervallen verkehrt. Für viele Bewohnerinenn und Bewohner erweist sich der Bus als verlässliche Rettung. Eine Anrainerin aus der Gymnasiumstraße erzählt erfreut, dass sie nun einfach fünf Minuten zu Fuß zur Haltestelle gehe und dank des dichten Intervalls des 40A sogar besonders rasch zur Börse gelange. 

Unverhofft kommt oft

Trotz der überwiegend positiven Stimmen lief der Start nicht für alle reibungslos. Insbesondere der erste Tag brachte für unvorbereitete Fahrgäste unangenehme Überraschungen. Eine Döblinger Pendlerin berichtet frustriert, dass sie am ersten Morgen eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit kam, da sie von der Sperre nichts gewusst hatte und zudem ein Unfall auf der Linie D für zusätzliche Verzögerungen sorgte.

Auch auf der Strecke finden sich zahlreiche Baustellen.  | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Ein älterer Herr übt grundlegende Kritik an der Baustellenplanung der Wiener Linien. Er bemängelt, dass durch mehrere gleichzeitige Baustellen auch der Autoverkehr behindert werde und fordert, die Wiener Linien sollten Baustellen besser koordinieren und lieber nacheinander statt gleichzeitig abwickeln. "Wenn, dann eine Baustelle fertig machen und dann erst die nächste, weil man merkt es auch am Autoverkehr, dass der Gürtel nur mehr in Schritttempo möglich ist." Dennoch ist auch er überzeugt, dass die Umleitungen der Linien 37 und 38 gut gelöst sind und sich die Wienerinnen und Wiener im Laufe des Sommers an die neuen Routen gewöhnen werden.

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