Fahrradstraße & Co.
Das sind die Gewinnerprojekte beim VCÖ-Mobilitätspreis 2026
- v.l.: MA 18-Abteilungsleiter Horak, VCÖ-Sprecher Gratzer, Wiener-Linien-Chefin Reinagl, Stadträtin Sima, Bezirksvorsteher 15 Dietmar Baurecht, Penzings Bezirkschefin Michaela Schüchner (alle SPÖ), Christian Holzhauser von der WKW, Holzer von der ÖBB-Infrastruktur und Al-Rawi (SPÖ), Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke.
- Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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Der VCÖ vergab zusammen mit den ÖBB und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) den alljährlichen VCÖ-Mobilitätspreis. In Wien gewonnen hat dieses Mal die Fahrradstraße Meiselstraße. Zusätzlich wurden die Errichtung der Linie 18 bis zum Stadion bzw. ein Mobilitätsprojekt der Wiener Wirtschaftskammer (WKW) als vorbildliche Projekte geehrt.
WIEN. Die Entscheidung rund um den VCÖ-Mobilitätspreis ist gefallen. Der Preis wird vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ), den ÖBB und der Stadt Wien in Form von Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) Jahr für Jahr vergeben. Er soll eben jene Mobilitätsprojekte auszeichnen, die besonders vorbildlich sind. Unterstützt wird das Ganze auch von der Gesiba und dem Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).
Die Stadt selbst darf sich freuen. Man ist nicht nur unter jenen, die den Preis vergeben, sondern auch unter den prämierten. Mit der Fahrradstraße Meiselstraße überzeugte man insgesamt bei der Auswahl der Jury unter insgesamt 75 eingereichten Projekten - so vielen wie übrigens in keinem anderen Bundesland. Seit Herbst 2025 hat der Radverkehr dort Vorrang. Gemeinsam mit dem Zweirichtungsradweg auf der Hütteldorfer Straße gibt es nun eine radfahrfreundliche Ost-West-Verbindung durch den 14. und 15. Bezirk. Das Konzept erreichte den Gesamtsieg und somit erhielt es den Mobilitätspreis für Wien.
- v. l.: VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, Christian Holzhauser von der Wirtschaftskammer Wien, Andrea Faast von der Wirtschaftskammer Wien, Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Christian Holzer von der ÖBB-Infrastruktur.
- Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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Zusätzlich wurden 60 Bäume gepflanzt, 900 Quadratmeter begrünt und weitere 3.100 Quadratmeter entsiegelt. Der Schulvorplatz der Schule Lortzinggasse wurde autofrei und damit die Verkehrssicherheit für die Kinder erhöht. Den VCÖ-Mobilitätspreis Wien nahmen Penzings Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner und der Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus, Dietmar Baurecht, (beide SPÖ) von Stadträtin Sima, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer und Christian Holzer von der ÖBB-Infrastruktur entgegen.
Weitere Auszeichnung für Straßenbahn
Neben dem Hauptpreis gab es aber noch eine weitere Auszeichnung für die Stadt in Form eines städtischen Unternehmens, nämlich für die Wiener Linien und die MA 18. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 von der U3-Station Schlachthausgasse bis zur U2-Station Stadion gilt laut der Jury als besonders vorbildliches Projekt. Dank ihr ist Wiens Straßenbahnnetz heute um 3,1 Kilometer länger als zu Jahresbeginn.
Seit dem 5. September können Fahrgäste von der U6-Station Burggasse direkt zur U2-Station Stadion fahren. Der 18er bietet Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahnlinien und beim Neubau wurde auch für Klimawandelanpassungen im Straßenraum und für die Verbesserung der Radinfrastruktur genutzt. So wurden 200 neue Bäume gepflanzt, mehr als 10.000 Quadratmeter begrünt und rund 2.150 Meter neue Radwege errichtet.
- VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, Christian Holzhauser von der Wirtschaftskammer Wien, Andrea Faast von der Wirtschaftskammer Wien, Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Christian Holzer von der ÖBB-Infrastruktur
- Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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Doch nicht nur die Stadt bzw. stadtnahe Unternehmen haben gute Projekte. Auch ausgezeichnet wurde die Wirtschaftskammer Wien (WKW). Dort versucht man mit dem "Betriebliches Mobilitätsmanagement 2026+" gemeinsam mit Betrieben und in Begleitung von Expertinnen und Experten Maßnahmen für eine effizientere und nachhaltigere Mobilität am Arbeitsweg zu erarbeiten. Hier geht es zum Beispiel um Mitfahrbörsen, um Staus im Frühverkehr zu reduzieren. Neun Unternehmen mit insgesamt 7.800 Beschäftigten nahmen bis dato teil.
Freude groß
Speziell Sima freute sich bei der Verleihung, dass die Stadt nicht nur unter den Verleihern, sondern auch untern den Empfängern der Preise ist: "Herzliche Gratulation an alle Projektsieger! Natürlich freue ich mich besonders, dass heuer Projekte ausgezeichnet wurden, bei denen wir als Stadt unmittelbar beteiligt sind. Die klimafitte Fahrradstraße durch den 15. und 14. Bezirk ist eines der Highlights unserer großen Radwegoffensive, und die Verlängerung der Linie 18 schafft eine neue Öffiverbindung, die jährlich 1.300 Tonnen CO₂ einspart!"
Für Holzer von der ÖBB-Infrastruktur zeigt der Mobilitätspreis "eindrucksvoll, wie viele gute Ideen und konkrete Projekte es gibt, um Mobilität nachhaltiger, effizienter und innovativer zu gestalten." Gerade in Wien zeige man, wie Mobilität funktionieren könne, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer: "Das Mobilitätsverhalten der Wiener Bevölkerung ist im Bundesländer-Vergleich am kostengünstigsten und klimaverträglichsten." Schon jetzt hat der VCÖ über 3.000 vorbildliche Projekte online ersichtlich gemacht. Mehr dazu hier.
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