Wiener Herzen
Die Trauer gut bewältigen

Hannelore Trauner-Pröstler und Martina Schürz (v.l.).
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Die Caritas-Trauerbegleitung unterstützt, wenn geliebte Menschen sterben.

INNERE STADT. "Trauer ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen", sagt Hannelore Trauner-Pröstler von der Kontaktstelle Trauer der Wiener Caritas, "allerdings ein Verlust, der den Menschen in seiner Ganzheit betrifft – da ist Begleitung oft notwendig."
Dann bietet man Beratungsgespräche und Gruppenbegleitung in Form von Gesprächsrunden, Kreativnachmittagen oder Wanderungen an. "Dafür brauchen wir freiwillige Mitarbeiter, die sich unmittelbar mit den Trauernden auseinandersetzen."

Je nach Eignung und persönlichen Vorlieben engagieren sich die Freiwilligen dann in der Einzelbegleitung oder unterstützen Gruppenangebote. Neben Zuverlässigkeit ist vor allem Einfühlungsvermögen sehr wichtig, "und Selbstreflexion – unsere Freiwilligen sollten sich mit eigenen Trauererfahrungen bereits auseinandergesetzt haben. Nur dann kann man andere Menschen erfolgreich begleiten", erklärt Trauner-Pröstlers Kollegin Martina Schürz.

Ausbildung wird gewährleistet

Voraussetzung für die Mitarbeit ist eine Ausbildung in der Trauerbegleitung, die etwa fünf bis sieben Wochenenden dauert. Danach werden die Freiwilligen bei Bedarf kontaktiert: "Durchschnittlich kommen sie etwa ein- bis zweimal pro Monat für einige Stunden zum Einsatz", so Schürz.

Die Trauernden melden sich über die Krisenintervention, Ärzte, Pfarren oder das Internet bei der Caritas. Es sind vor allem Menschen, deren soziales Netz nicht belastbar ist oder ganz fehlt. "In einem Gespräch klären wir dann, welche Angebote für den Einzelnen passen." Professionelle Trauerbegleitung brauchen nur wenige Menschen – am hilfreichsten ist es, wenn Familie und Freunde für die Trauernden da sind. "In der Kontaktstelle Trauer bekommen diese Menschen vor allem die Bestätigung, in ihrer Trauer nicht allein zu sein – und dass zu trauern normal ist."

Freiwillige melden sich

Wer als Freiwilliger in der Trauerbegleitung mitarbeiten möchte, meldet sich über E-Mail unter kontaktstelletrauer@caritas-wien.at

Hannelore Trauner-Pröstler und Martina Schürz (v.l.).
Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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