Nach Flucht aus Spital
Entflohener Häftling in Wien festgenommen
- Der entflohene Häftling soll Samstagfrüh in Wien gefasst worden sein.
- Foto: BMI/Alexander Tuma
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Jener Häftling, der am Freitag während eines Spitalaufenthalts in Wien geflohen war, konnte Samstagmorgen festgenommen werden.
WIEN. Der 19-Jährige war aus gesundheitlichen Gründen von der Justizanstalt Wiener Neustadt in die Justizanstalt Wien-Josefstadt verlegt worden. Bei einem Termin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt gelang dem Mann schließlich die Flucht.
Wie genau es ihm gelungen war, aus der sogenannten Inquisitenstation, die für die Insassen der JA Josefstadt bereitsteht, zu entkommen, wird derzeit ermittelt. Menschliches Versagen der Beamten ist nicht auszuschließen.
Möglicher IS-Anhänger
Der Häftling soll ein Anhänger der radikalislamischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein. Gegen ihn wird wegen des Verdacht der terroristischen Vereinigung ermittelt wird. Aus dem Justizministerium gibt es dazu keine Bestätigung. Die niederösterreichische Polizei teilte Freitagabend jedoch mit, dass gegen den 19-jährigen Österreicher mit tunesischen Wurzeln ein europäischer Haftbefehl vorliege. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurde ein Lichtbild des Mannes veröffentlicht.
- Der entflohene 19-Jährige Österreicher mit tunesischen Wurzeln steht im Verdacht ein IS-Anhänger zu sein.
- Foto: LPD NÖ
- hochgeladen von Barbara Schuster
Festnahme am Samstag
Wie die APA als erstes berichtete, wurde der geflohene Häftling Samstagfrüh vom Verfassungsschutz aufgegriffen. Der Flüchtige konnte gegen 8 Uhr früh im Bezirk Floridsdorf gefasst werden. Die Landespolizeidirektion Wien teilte mit, dass es dem Mann auf seiner Flucht aus dem Spital nicht gelungen war, dem Justizwachbeamten Waffen zu entwenden. Somit ist davon auszugehen, dass der 19-Jährige bei seiner Festnahme unbewaffnet war.
Der Leiter der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Omar Haijawi-Pirchner, zeigte sich mit dem raschen Aufgreifen des Verdächtigen zufrieden. „Dank der professionellen und guten Arbeit unserer Ermittlerinnen und Ermittler in der DSN wurde der Verdächtige nach rascher Fahndung festgenommen. Das schnelle und verlässliche Einschreiten des Verfassungsschutzes ist in einer Gefahrensituation von besonderer Bedeutung, wie die heutige erfolgreiche, rasche Fahndung bewies“, so Haijawi-Pirchner in einer Stellungnahme.
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