Zoom Kindermuseum
Stadt Wien plant ein Kinder-Kulturzentrum in Floridsdorf

Bald heißt es auch in Floridsdorf: Ab ins Zoom Kindermuseum! | Foto: ZOOM Kindermuseum/eSeL.at
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Das erste Kindermuseum Österreichs, das Zoom Kindermuseum im Museumsquartier, bekommt im 21. Bezirk einen zweiten Standort. Gemeinsam mit dem kinderliterarischen Zentrum entsteht ein neues Kulturzentrum für Kinder.

WIEN. Das Zoom Kindermuseum im Wiener Museumsquartier ist seit knapp 30 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Hier darf nach Lust und Laune gefragt, geforscht, gewerkt und gespielt werden. Dabei kann der Nachwuchs Themen aus Kunst, Wissenschaft und Kultur auf spielerische Weise entdecken. Mitmachen und angreifen ist hier erwünscht. Spannende Ausstellungen beschäftigen sich mit relevanten Themen, die kindgerecht aufbereitet werden.

Anlässlich des bevorstehenden 30. Geburtstags bekommt das Zoom Kindermuseum ein Geschwisterchen. Das präsentierten Vizebürgermeister und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos), Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ), der Bezirksvorsteher des 21. Bezirks Georg Papai (SPÖ), die Direktorin des Zoom Kindermuseums Andrea Zsutty und Karin Haller, Geschäftsführerin der kidlit medien GmbH, im Rahmen eines Mediengesprächs.

Zweiter Standort in Floridsdorf

Im 21. Bezirk - genauer gesagt in der Schloßhofer Straße 16-18 - wird ein Kulturzentrum für Kinder errichtet. Dort angesiedelt wird der zweite Standort des Zoom Kindermuseums und ein kinderliterarisches Zentrum. "Wenn es uns gelingt, dass Kinder sich für Kultur und Wissenschaft spielerisch begeistern und zu leidenschaftlichen Leserinnen und Lesern entwickeln, dann ist das die beste Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft", zeigt sich Kulturstadträtin Kaup-Hasler begeistert.

Das sieht auch Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Wiederkehr so: "Für mich ist der Aspekt der Kinderkultur auch ein Aspekt der Bildung. Denn meine Vision von Bildung ist, dass Kinder und Jugendliche sich gerne weiterbilden, gerne etwas dazulernen, denn sie sind ja von Natur aus neugierig. Daher sind solche Einrichtungen so wichtig, um diese Neugier aufrecht zu erhalten".

Kultur für alle Kinder im 21. Bezirk

"Floridsdorf ist ein pulsierender Bezirk mit vielen Familien und vielen Kindern. Umso mehr freut es mich, dass dieses neue Kinder-Kulturzentrum im 21. Bezirk enstehen wird", so Floridsdorfs Bezirkschef Papai. Inhaltlich wird es alle Stückerl spielen.

Klar sei, dass ein neuer Ort auch neue Ideen und Konzepte benötigt. "Wir werden daher in den kommenden Monaten unsere neue Nachbarschaft und die Bewohnerinnen und Bewohner kennenlernen, wir werden uns vernetzen und Kontakte knüpfen. Das Zoom in Floridsdorf wird ein Ort der Begegnung sein. Dabei sind Inklusion, Mehrsprachigkeit und Diversität ganz wesentliche Pfeiler unserer Kulturarbeit", so die Direktorin des Zoom Kindermuseums Andrea Zsutty. Denn das Zoom sei für alle Kinder dieser Stadt da.  

In der Schloßhofer Straße 16-18 wird der zweite Standort des Zoom Kindermuseums in Floridsdorf eröffnet. | Foto: ZOOM Kindermuseum/J.J. Kucek
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Neben dem Zoom Kindermuseum wird es ein kinderliterarisches Zentrum geben. Hier sollen künftig Literatur- und Schreibwerkstätten, Bilderbuchkinos, Lesenächte und vieles mehr statt finden. Eben alles, was die Lust am Lesen fördert. "Es gibt so viele Möglichkeiten, was wir Kindern und Jugendlichen bieten können und das Großartigste an diesem Haus ist, dass wir so viel Platz haben", freut sich Karin Haller, Geschäftsführerin der kidlit medien GmbH.

Sanierung statt Neubau

Beim Gebäude handelt es sich um das AMS-Jobcenter direkt beim Floridsdorfer Bahnhof, welches der ARWAG Holding-AG gehört. Nachdem das AMS-Jobcenter bis Ende des Jahres auszieht, ist es laut Kaup-Hasler die perfekte Location für das neue Kulturzentrum für Kinder, da es sehr gut öffentlich erreichbar ist. 

Bereits Kleinkinder ab 8 Monaten werden im Kulturzentrum für Kinder die Welt mit allen Sinnen erforschen. | Foto: ZOOM Kindermuseum/J.J. Kucek
  • Bereits Kleinkinder ab 8 Monaten werden im Kulturzentrum für Kinder die Welt mit allen Sinnen erforschen.
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Um den CO2-Abdruck zu reduzieren, setzt man statt auf einen Neubau auf eine umfassende Sanierung. Dadurch sollen rund 600 Tonnen CO2 eingespart werden. Bezüglich der Kosten für das neue Kulturzentrum für Kinder verrät Wiederkehr: "Die Machbarkeitsstudie ist noch am Laufen, aber das Budget beträgt bis zu 25 Millionen Euro, um hier einen neuen Standort in Floridsdorf zu schaffen".

Der Baubeginn ist für Anfang 2025 geplant und soll rund eineinhalb Jahre dauern. Das neue Kulturzentrum für Kinder wird dann 3.500 Quadratmeter Platz auf fünf Ebenen haben. Die Eröffnung soll im Frühjahr 2027 erfolgen.

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