Stadtwanderweg 8
Von der Mostalm zur Sophienalpe

Die Franz-Karl-Fernsicht liegt auf halbem Weg zwischen Mostalm und Sophienalpe. Hund Azzuro kennt sich dort gut aus.
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  • Die Franz-Karl-Fernsicht liegt auf halbem Weg zwischen Mostalm und Sophienalpe. Hund Azzuro kennt sich dort gut aus.
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Ohne Penzing und das Wiener Stadtgebiet zu verlassen, kann man am Stadtwanderweg 8 eine echte Almwanderung machen.

WIEN. Wer mitten im Wiener Stadtgebiet plötzlich auf einer Almwiese steht, befindet sich am Stadtwanderweg 8: Seine rund elf Kilometer sind eine klassische Wienerwald-Wanderung.
Los geht's an der Station Kasgraben vom Postbus 450, der von Hütteldorf abfährt. Zum Aufwärmen erklimmt man über einen stetig ansteigenden Waldweg den Greutberg und steht bald am oberen Ende der Hohe-Wand-Wiese, von wo ein Mountainbike-Trail talwärts führt.

Die Wanderung führt nun über weite Wiesen hinauf zur Mostalm. Wer dieses klassische Wienerwald-Gasthaus betritt, fühlt sich in die 1970er-Jahre zurückversetzt, wurde doch seit damals nichts Wesentliches am Interieur verändert. Dazu passt auch die hervorragende Alt-Wiener Hausmannskost, mit der aufgewartet wird. Sitzt man draußen und blickt auf die mehrere hundert Meter lange Wiese, fühlt man sich mit ein wenig Phantasie auf eine alpine Alm versetzt. Es gibt auch einen gut ausgestatteten Kinderspielplatz und am Geländer hinter dem Gastgarten werden in der warmen Jahreszeit gerne Pferde angebunden, solange ihre Reiter einkehren. Vor lauter Staunen sollte man allerdings nicht vergessen, den Wanderpass abzustempeln.

Hund Azzurro weiß auch ohne Wegweiser ganz genau, wo es zur Mostalm geht.
  • Hund Azzurro weiß auch ohne Wegweiser ganz genau, wo es zur Mostalm geht.
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Hochhausblick im Wienerwald

Über den Schotterweg geht es weiter zur Franz-Karl-Fernsicht: Sie erlaubt am Horizont den Blick auf die Hochhäuser an der Donau, während am eigenen Standort immer noch Almatmosphäre herrscht. Bei gutem Wetter ist dort sogar der Schneeberg zu sehen. Jetzt erreicht man die Sophienalpe, die nach der Mutter Kaiser Franz Josefs benannt ist - sie verbrachte hier viele Sommer. Das geschichtsträchtige Restaurant wurde vor Kurzem neu übernommen: Wer Pächter Goran Ivkovic nach "Sophies Picknickkorb" fragt, bekommt ihn gut gefüllt etwa mit Backhendl und Kartoffelsalat ausgehändigt und kann sich damit in den weitläufigen Außenbereich rund um das mächtige Gebäude, das aus der Zeit um die vorletzten Jahrhundertwerde stammt, zurückziehen. Kinder können sich am Spielplatz austoben, die nostalgischen Schaukeln erfreuen aber auch größere Kinder.

Wenn der Picknickkorb leer und der Magen gefüllt ist, marschiert man über die Abzweigung Kolbeterberg und vorbei an einer Pferdekoppel hinunter zur Rieglerhütte, wo schon wieder ein Spielplatz lockt. Durch das Haltertal marschiert man entlang am Halterbach weiter zum Laudon-Grab: Es erinnert an den gleichnamigen Feldmarschall, nach dem nicht nur das barocke Wasserschloss Laudon im tiefergelegenen Hadersdorf benannt ist, sondern auch das frühere Laudon'sche Forsthaus. Bis in die 1960er-Jahre stand es an dieser Stelle. Geheimtipp für Literaturfreunde: Schriftsteller Heimito von Doderer wurde dort 1896 geboren, auch die ersten Sommer seiner Kindheit verbrachte er dort.

Über eine breite Forststraße gelangt man nun wieder zum Parkplatz an der Autobushaltestelle, wo man vor rund dreieinhalb Stunden losmarschiert ist. Nicht nur wegen der vielen Spielplätze eignet sich der Stadtwanderweg 8 ganz ausgezeichnet für Kinder, aber auch Hunde fühlen sich auf dieser schattigen Wanderung pudelwohl.

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