Unter Rechtsterror-Verdacht
Waffen und NS-Gegenstände bei Wiener gefunden

Ein mittlerweile 20-jähriger Wiener soll Mitglied des internationalen rechtsterroristischen Netzwerks "Feuerkrieg Division" gewesen sein. Bei einer Hausdurchsuchung der DSN wurden bei ihm Waffen und NS-Gegenstände gefunden. | Foto: DSN
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  • Ein mittlerweile 20-jähriger Wiener soll Mitglied des internationalen rechtsterroristischen Netzwerks "Feuerkrieg Division" gewesen sein. Bei einer Hausdurchsuchung der DSN wurden bei ihm Waffen und NS-Gegenstände gefunden.
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Ein mittlerweile 20-jähriger Wiener soll Mitglied des internationalen rechtsterroristischen Netzwerks "Feuerkrieg Division" gewesen sein. Bei einer Hausdurchsuchung der DSN wurden bei ihm Waffen und NS-Gegenstände gefunden. Dem Verdächtigen wird auch der Aufruf zu Anschlägen und die Anleitung zum Bau von Bomben zur Last gelegt.

WIEN. Ein Wiener war jahrelang im Visier der Direktion für Staatssicherheit und Nachrichtendienst (DSN). Es verdichteten sich die Hinweise, dass er der rechtsextremen Gruppierung "Feuerkrieg Division" angehört. Dieses wird weltweit als rechtsterroristische Gruppe eingestuft.

Bereits bei internationalen Ermittlungen und anschließender Zerschlagung der aus Estland gesteuerten Gruppe im Jahr 2020 hatte es erste Hinweise darauf gegeben, dass einer der aktiven Chatteilnehmer von Österreich aus agiert haben dürfte, heißt es in einer Aussendung des Innenministeriums. Dem damals 17-jährigen Verdächtigen wird etwa der Aufruf zu Anschlägen und die Anleitung zum Bau von Bomben zur Last gelegt. Auch soll er Verbindungen zur rechtsextremen Szene gehabt haben.

Razzia im Mai

Die Ermittlungen haben sich jahrelang hingezogen, ehe die DSN  am 17. Mai im Zuge einer Razzia einschlägiges Beweismaterial, wie Waffen und Datenträger bei dem mittlerweile 20-Jährigen sicherstellen konnten. Die Operation fand zeitgleich mit Unterstützung des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien sowie des Einsatzkommandos Cobra an drei Adressen statt.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) lobte den DSN-Einsatz. | Foto: Daniela Matejschek
  • Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) lobte den DSN-Einsatz.
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Das sichergestellte Beweismaterial bestand u.a. aus Schusswaffen, Hieb-und Stichwaffen sowie Schreckschusswaffen, Gegenständen mit NS-Bezug und diversen Datenträgern. Gegen den mittlerweile 20-Jährigen wurde ein Waffenverbot ausgesprochen, er befindet sich aber auf freiem Fuß. Weitere Ermittlungen dauern noch an.

Von der "Feuerkrieg Division" gingen laut DSN konkrete Anschlagspläne aus. Die Gruppenmitglieder vernetzten sich auf Telegram-Kanälen und tauschten dabei antisemitische, rassistische, NS-verherrlichende, terroristische und gewaltaufrufende Inhalte aus. Eine konkrete innerösterreichische Bedrohungslage konnte bei dieser Gruppierung im Allgemeinen und bei dem Tatverdächtigen im Speziellen bisher nicht verifiziert werden, hieß es vom DSN.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) lobte den DSN-Einsatz. Im Vorjahr sind mehr als 660 Personen wegen rechtsextremistischer Straftaten zur Anzeige gebracht worden. Für DSN-Direktor Omar Haijawi-Pirchner zeigt der Fall, "dass Radikalisierung und die Anonymität des Internets eine gefährliche Kombination darstellen, welche die Ermittlerinnen und Ermittler vor extreme Schwierigkeiten stellt. “

Bei Verdacht auf NS-Wiederbetätigung können Hinweise – auch anonym – bei der NS-Meldestelle unter ns-meldestelle@dsn.gv.at eingebracht werden.

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Ein mittlerweile 20-jähriger Wiener soll Mitglied des internationalen rechtsterroristischen Netzwerks "Feuerkrieg Division" gewesen sein. Bei einer Hausdurchsuchung der DSN wurden bei ihm Waffen und NS-Gegenstände gefunden. | Foto: DSN
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