Kritik an Regierung
Ryanair streicht erneut Maschinen und Strecken am Wiener Flughafen

Die irische Billigfluglinie Ryanair kündigte den Abzug von Flugzeugen und Strecken aus Wien an. Welche Strecken davon betroffen sind, ist noch nicht bekannt. (Archivfoto) | Foto: pixabay
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  • Die irische Billigfluglinie Ryanair kündigte den Abzug von Flugzeugen und Strecken aus Wien an. Welche Strecken davon betroffen sind, ist noch nicht bekannt. (Archivfoto)
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Wie die irische Fluggesellschaft Ryanair bekannt gab, werden im Sommer deutlich weniger Ziele von Wien aus angeflogen. Airline-Chef Michael O‘Leary macht die Bundesregierung für die zu hohen Kosten hierzulande verantwortlich. Konkret fallen neun Strecken im Sommerflugplan weg, das entspricht rund einer Million Sitzplätze.

SCHWECHAT/WIEN/ÖSTERREICH. Der Billigflieger-Anbieter aus Irland, Ryanair, wird im Flugplan für den Sommer 2026 deutlich weniger Flüge von Österreich aus anbieten. Wie das Unternehmen am Donnerstag bestätigte, zieht Ryanair fünf in Wien stationierte Flugzeuge, neun Strecken sowie rund eine Million Sitzplätze ab. Begründet wird der Schritt mit hohen Standortkosten und der aus Sicht der Airline fehlenden Reformbereitschaft der Bundesregierung.

Konkret macht Ryanair die seit Jahren umstrittene Luftverkehrssteuer in Höhe von zwölf Euro pro Ticket für den Abbau der Strecken verantwortlich. In Kombination mit den Gebühren am Flughafen Wien, die laut Ryanair seit 2020 um rund 30 Prozent gestiegen seien, werde Österreich im europäischen Vergleich für die irländische Fliegerflotte zunehmend unattraktiv.

Abwanderung in Nachbarländer

Andere Länder hätten gegengesteuert, so der Konzern: Die Slowakei, Schweden, Ungarn und Italien hätten Luftverkehrssteuern abgeschafft und Flughafengebühren gesenkt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Auch Deutschland habe aus Sicht der Fluggesellschaft zuletzt die richtigen Maßnahmen gesetzt. Ryanair stockte dort elf neue Strecken und 300.000 Sitzplätzen für den Sommer 2026 auf.

Airline-Chef Michael O‘Leary und Österreich-Manager Andreas Gruber verlangen ein Umdenken der österreichischen Bundesregierung. | Foto: Ryanair
  • Airline-Chef Michael O‘Leary und Österreich-Manager Andreas Gruber verlangen ein Umdenken der österreichischen Bundesregierung.
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Ryanair-Chef Michael O’Leary übt scharfe Kritik an der Bundesregierung: „Die österreichische Wirtschaft und die Bewohner zahlen weiterhin den Preis für die Untätigkeit der Regierung in einem der teuersten Luftverkehrsmärkte Europas." Auf Anfrage von MeinBezirk äußerte sich der Konzern nicht dazu, welche Strecken von den Kürzungen betroffen sind – und welche Auswirkungen die Entscheidung auf das Personal hat. 

Rückkehr nicht ausgeschlossen

Besonders deutlich falle der Vergleich mit dem nur rund eine Autostunde von Wien entfernten Flughafen Bratislava aus. Der dortige Flughafen habe seine Gebühren gesenkt und die Luftverkehrssteuer abgeschafft. Das hat zur Folge, dass der Konzern dort ab Sommer 2026 Investitionen in Höhe von 300 Millionen US-Dollar tätigt: Drei zusätzliche Flugzeuge nehmen zehn neue Strecken auf. 

O‘Leary schließt eine Rückkehr der neun Strecken nicht aus: Sollten die richtigen Schritte erfolgen, stelle der Konzern in Aussicht, das Verkehrsaufkommen in Österreich innerhalb von fünf Jahren um 70 Prozent auf bis zu zwölf Millionen Passagiere pro Jahr zu steigern.

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Die irische Billigfluglinie Ryanair kündigte den Abzug von Flugzeugen und Strecken aus Wien an. Welche Strecken davon betroffen sind, ist noch nicht bekannt. (Archivfoto) | Foto: pixabay
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