Kreislaufwirtschaft
Wien schafft Voraussetzungen für nachhaltiges Bauen

Das Bauwesen in Wien soll künftig ressourcenschonend und nachhaltig werden. So sollen Baumaterialien und Rohstoffe zirkulär eingesetzt werden.  | Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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  • Das Bauwesen in Wien soll künftig ressourcenschonend und nachhaltig werden. So sollen Baumaterialien und Rohstoffe zirkulär eingesetzt werden.
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Das Bauwesen in Wien soll künftig ressourcenschonend und nachhaltig werden. So sollen Baumaterialien und Rohstoffe zirkulär eingesetzt werden. Man feilt bereits an der Konzeption und an Richtlinien.

WIEN. Lösungsansatz "zirkuläres Bauen" gegen Ressourcenverschwendung: Wenn es nach der Stadt Wien geht, soll das Konzept der Kreislaufwirtschaft künftig auch bei der Stadtplanung und Umgestaltung angewendet werden. Zusätzlich soll der Umgang mit vorhandenen Ressourcen sorgsam vonstatten gehen.

Rohstoffe und Materialien seien begrenzte Ressourcen und müssen künftig zirkulär eingesetzt werden. Sie sollen also "im Kreis geführt" und bei Neubau und Sanierungen immer wieder verwendet werden. Dadurch können auch zusätzlich die Herstellungskosten reduziert werden, indem man auf Vorhandenes zurückgreift.

Digitale Plattform zur Mitgestaltung

"Die globalen Ressourcen sind begrenzt, sodass es für die nächsten Generationen immer wichtiger, wird nach dem Motto 'Nichts verschwenden, wiederverwenden' zu denken", so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (SPÖ).

An einer Konzeption wird bereits gefeilt. Mit "Viecycle" gibt es eine digitale Informationsplattform für kreislauffähiges Bauen von der Stadt Wien. Die noch junge Plattform richtet sich an die Pionierinnen und Pionieren der Kreislaufwirtschaft, die den Schwenk in Richtung zirkuläres Bauen mitgestalten wollen, an das Fachpublikum aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und auch an die Öffentlichkeit.

Rohstoffe und Materialien seien begrenzte Ressourcen und müssen künftig zirkulär eingesetzt werden. Sie sollen also "im Kreis geführt" und bei Neubau und Sanierungen immer wieder verwendet werden.  | Foto: Johannes Reiterits
  • Rohstoffe und Materialien seien begrenzte Ressourcen und müssen künftig zirkulär eingesetzt werden. Sie sollen also "im Kreis geführt" und bei Neubau und Sanierungen immer wieder verwendet werden.
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Viecycle dokumentiert darüber hinaus das Programm der Stadt Wien zum kreislauffähigen Bauen mit dem Titel "DoTank Circular City Wien 2020 – 2030" (DTCC30), das eines der Leitprojekte der Wirtschaftsstrategie Wien 2030 ist.

Einheitliche Richtlinien

Die Richtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB) sind die Grundlage für einheitliche bautechnische Anforderungen in den Bauordnungen der Bundesländer. Mit dem Beschluss zur Ausarbeitung einer Richtlinie "Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" und des dazugehörigen Grundlagendokuments wurde im Mai 2023 die OIB-Richtlinie 7 auf den Weg gebracht.

„Nichts verschwenden – wiederverwenden!“ - Wien schafft Voraussetzungen für kreislauffähiges Bauen der Zukunft. | Foto: David Bohmann
  • „Nichts verschwenden – wiederverwenden!“ - Wien schafft Voraussetzungen für kreislauffähiges Bauen der Zukunft.
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Die Stadt Wien hat dazu im Rahmen der Wohnbauforschung die Universität für Bodenkultur mit einer Studie beauftragt, um Grundlagen für eine Bewertungsmethodik und Indikatoren für zirukläres Bauen zu erarbeiten.

"Am wichtigsten ist die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache und gemeinsamer Definitionen", so Bernadette Luger, Leiterin der Stabsstelle Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit im Bauwesen in der Stadtbaudirektion. 

Kategorien ausgearbeitet

Im ersten Schritt der Ausarbeitung wurden neun übergeordnete Kategorien für einen Zirkularitätsfaktor identifiziert:

  • Nutzungsintensität: Gebäude sollen so gestaltet sein, dass Räume möglichst „intensiv“ genutzt werden können. Z.B. Gemeinschaftsflächen.
  • Flexibilität, Um-Nutzbarkeit und Nachverdichtung: z.B. soll spätere Aufstockung möglich sein oder Wohnungsgrundrisse, die an verändernde Bedürfnisse angepasst werden können.
  • Langlebigkeit, Tauschbarkeit und Reparaturfähigkeit: langlebigere Bauteilen, mit hohem Potenzial für Wiederverwendung bzw. Bauteile, die gut getauscht/repariert werden können.
  • Rückbau und Re-Use: Rückbaufähigkeit des Gebäudes soll sichergestellt und Re-Use-Bauteile rückgebauter Gebäude eingesetzt werden.
  • Recycling: Einsatz von sortenreinen Materialien, die recyclingfähig sind und gleichzeitig hohen Anteil an Recycling- Materialien verwenden.
  • Entsorgung und sonstige Verwertung: Grenzwerte für nicht recyclingfähige oder wiederverwendbare Materialien werden festgesetzt, sodass Abfall minimiert wird.

Anhand von drei bereits bestehenden Gebäuden wird die Anwendbarkeit der Kategorien in der Praxis geprüft. Dafür ausgewählt wurden ein Schulneubau in der Leopold-Kohr-Straße, ein Wohngebäude-Neubau im 3. Bezirk und eine Wohngebäude-Sanierung im 7. Bezirk.

Mehr über Viecycle findest du hier: https://viecycle.wien.gv.at/

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