Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit: Bezirk Zwettl einziger Lichtblick in NÖ

Der Zwettler Arbeitsmarkt steht im Vergleich zu anderen Bezirken im Februar besser da.
  • Der Zwettler Arbeitsmarkt steht im Vergleich zu anderen Bezirken im Februar besser da.
  • Foto: AMS, Fotostudio B&G
  • hochgeladen von Daniel Schmidt

Die Arbeitslosigkeit liegt in fast allen Bezirken Niederösterreichs höher als im Februar des Vorjahres. Einzige Ausnahme ist der Bezirk Zwettl: Hier ist nämlich die Zahl der Jobsuchenden im Vorjahresvergleich um 3,4 Prozent gesunken.

BEZIRK ZWETTL. So wie in Gesamtösterreich haben auch in Niederösterreich die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt mit sich gebracht. Im Bezirk sieht die Lage mit einem Rückgang um 45 Betroffene oder eben 3,4 Prozent aber deutlich besser aus. 
Insgesamt waren Ende Februar beim Arbeitsmarktservice Zwettl 1.292 Personen, davon 373 Frauen und 919 Männer, arbeitslos gemeldet. Darüber hinaus befinden sich 188 Personen in Schulung, um 52 Personen mehr als im Februar des letzten Jahres. Rechnet man die Schulungsteilnehmer zu den arbeitslos Vorgemerkten dazu, sind beim AMS Zwettl gegenüber dem Vorjahresmonat mit 1.480 um 7 Personen (oder plus 0,5%) mehr Personen registriert.
„Mit der Ende vergangenen Jahres gestarteten Corona-Joboffensive wollen wir arbeitslose Personen bei der Aus- und Weiterbildung in zukunftsträchtigen Berufen und im betriebsnahen Bereich unterstützen, um die Arbeitslosigkeit weiter rasch und nachhaltig zu reduzieren. Im Bezirk Zwettl sind im Vergleich zu Ende Jänner 66,4% mehr vorgemerkte Personen in einer Aus- oder Weiterbildung und nutzen so ihre Chancen auf einen erfolgreichen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt“, erklärt Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer.

Saisonarbeitslosigkeit stark rückläufig

Im Februar haben sich insgesamt 197 Personen beim AMS Zwettl arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig sind 578 Personen aus dem Arbeitslosen-Register ausgeschieden. Davon konnten 412 wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 76 sind in eine Weiterbildungsmaßnahme eingetreten und in 90 Fällen wurde die Vormerkung aus sonstigen Gründen (Krankenstand, Meldeversäumnis, Pensionsantritt etc.) beendet.
„Zahlreich Saisonarbeitslose wurden nach kurzfristiger Unterbrechung in ihrem Stammbetrieb wieder eingestellt. Die heimischen Firmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes verfügen zum größten Teil über eine gute Auftragslage, wodurch die Beschäftigtenstände nicht nur gehalten werden, sondern sogar noch mit qualifizierten Fachkräften aufgestockt werden können“, so Steinbauer. Übrigens rechnet man beim AMS Zwettl in den nächsten Wochen mit weiteren Beschäftigungsaufnahmen. Derzeit verfügen nämlich mehr als 600 Personen über Einstellzusagen, die demnächst eingelöst werden.

Jugendarbeitslosigkeit geht zurück

Der Bezirk Zwettl verzeichnet sowohl bei den Jugendlichen unter 25 Jahren (minus 27,4%) als auch im Haupterwerbsalter bei den 25- bis 49-Jährigen (minus 7,3%) einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Hingegen zeigt sich Ende Februar in der Generation 50Plus im Jahresvergleich ein Anstieg um 8,3 Prozent und bei den Frauen ein Plus von 1,4 Prozent.

Langzeitarbeitslose stärker betroffen

Die Covid-Krise wirkt sich weiterhin besonders auf die Langzeitarbeitslosigkeit aus, die im Bezirk Zwettl plus 43,5 Prozent (+37 Personen) überdurchschnittlich gestiegen ist und im Februar bei 122 Personen liegt.
„Wir richten mit speziellen Förderungen den Fokus auf diese Gruppe, um den weiteren Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen. Gleichzeitig unterstützen wir Frauen mit bedarfsgerechten Förder- und Qualifizierungsangeboten bei der Jobrückkehr“, betont Steinbauer.

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